Zierpflanzen-Marktvolumen 2019 bei knapp neun Milliarden Euro

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Die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) hat im Auftrag vom Zentralverband Gartenbau (ZVG) und den Bundesfachverbänden Bundesverband Zierpflanzen (BVZ) und Bundesverband Einzelhandelsgärtner (BVE) die Marktdaten des Zierpflanzenbaus erhoben. Demnach betrugen die Pro-Kopf-Ausgaben der Deutschen im vergangenen Jahr 108 Euro, das gesamte Marktvolumen lag bei knapp neun Milliarden Euro.

Zierpflanzenmarkt mit Wachstum um 3,1 Prozent

Aus den erhobenen Zahlen des vergangenen Jahres geht demnach hervor, dass das Marktvolumen für Zierpflanzen 2019 insgesamt bei gut 8,97 Milliarden Euro (zu Einzelhandelspreisen) lag. Damit konnte der Markt gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum um rund 3,1 Prozent verzeichnen. Begründet wird das primär mit dem Kaufverhalten der Verbraucher, denn durchschnittlich gab jeder Verbraucher in Deutschland 2019 rund 108 Euro für Blumen und Zierpflanzen aus, eine Steigerung um drei Euro (2018: 105 Euro).

Schnittblumen-Segment wächst um 3,09 Prozent

Auf Schnittblumen entfielen von den gesamten Pro-Kopf-Ausgaben rund 37 Euro, was ebenfalls eine Steigerung zum Vorjahr bedeutet. Das Marktvolumen stieg in diesem Segment 2019 demnach auf rund 3,09 Milliarden Euro (zu Einzelhandelspreisen). Somit konnte das Vorjahresergebnis um 5,2 Prozent gesteigert werden, mit einem starken vierten Quartal. An der Rangfolge der wichtigsten Schnittblumen änderte sich nur wenig. Die Veränderung der Marktanteile der Top-3-Kulturen Rosen, Tulpen und Chrysanthemen blieb bei unter einem Prozentpunkt. Da der Gesamtmarkt deutlich wuchs, liegt der Marktanteil dennoch über den Vorjahren. Eine Änderung der Reihenfolge innerhalb der Top 10 fand ausschließlich bei den Pfingstrosen statt, denen die Schnittorchideen weichen mussten.

Geringes Wachstum bei Beet- & Balkonpflanzen

Der Beet- & Balkonpflanzen-Markt blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant und verzeichnete ein Wachstum von lediglich 0,3 Prozent. Die Ausgaben im Jahr 2019 blieben demnach beständig bei rund 1,85 Milliarden Euro. Die durchschnittlichen Pro-Ausgaben für Beet- & Balkonpflanzen betrug 2019 knapp 22 Euro. In diesem Segment konnte sich die Sommerheide auch 2019 mit kleinen Verbesserungen und einem Anteil von 12 Prozent an den Ausgaben auf dem Gesamtmarkt auf Platz 1 halten. Allerdings war auch 2019 ein anhaltender Negativtrend zu erkennen, je nach Handelsebene zeigte sich der Markt als recht schwierig. Geranien fielen erneut um einen Prozentpunkt zurück und auch Chrysanthemen verloren deutlich zum Vorjahr. Bei den übrigen Kulturen gab es minimale Verschiebungen. Insgesamt waren die Änderungen jedoch im Nachkommabereich zu suchen.

Stagnation beim Markt mit Zimmerpflanzen

Der Zimmerpflanzenmarkt stagnierte 2019. Der Marktanteil lag bei rund 1,52 Milliarden Euro (zu Endverbraucherpreisen). Erneut sank der Marktanteil um 2,5 Prozent bei den blühenden Zimmerpflanzen auf 1,04 Milliarden Euro, im Gegensatz dazu ist beim Markt an grünen Zimmerpflanzen ein Wachstum zu erkennen. Der Trend ließ den Markt erneut um rund 6 Prozent auf rund 0,48 Milliarden Euro wachsen. Die Pro- Kopf-Ausgaben der Deutschen für Zimmerpflanzen beliefen sich 2019 auf etwas über 18 Euro. Die Ausgaben für blühende Zimmerpflanzen betrugen rund 12,50 Euro, für grüne Zimmerpflanzen wurden fast 6 Euro ausgegeben. Mit 34 Prozent Marktanteil behaupteten sich Orchideen an der Spitze als wichtigste Kultur, auch wenn sie einen Prozentpunkt zum Vorjahr einbüßen musste. Mit einem Gesamtmarktanteil von 11 Prozent konnte das Geschäft mit Weihnachtssternen im Jahresendgeschäft zumindest auf Verbraucherebene punkten. Insgesamt stieg der Markteinfluss kleinerer Kulturen unterhalb der Top-10-Verteilung etwas an. Das klassische Ensemble der Top-10-Kulturen blieb jedoch stabil. Alpenveilchen tauschten ihren Platz mit Kalanchoe und verblieben auf nahezu identischem Niveau. Zimmerhortensien verloren zwar am Markt auf den unterschiedlichen Handelsebenen, konnten sich in den diesjährigen Top 10 aber leicht verbessern. Azaleen wurden durch die Frühjahrsblüher verdrängt, was sicherlich dem starken Frühjahr und dem schrumpfenden Azaleenmarkt geschuldet ist.