Grüne Branche

Zierpflanzenzüchter erwarten hohe Umsatzeinbrüche

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Die International Association of Horticultural Producers (AIPH) hat seine Mitglieder und andere Branchenverbände befragt, um die Auswirkungen von COVID-19 und die Geschehnisse in den verschiedenen Ländern zu verstehen. Dabei ergab sich die Annahme, dass die Verkäufe für Zierpflanzenzüchter voraussichtlich um etwa 50 Prozent zurückgehen werden.

Laut einer AIPH-Umfrage werden in der Branche massive Einbrüche in den Verkäufen erwartet. Foto: Susbany / Pixabay

Starke Rückgänge der Verkäufe erwartet

Obwohl die Krise für viele Länder noch ganz am Anfang ist, so sei dieser Zeitpunkt der Umfrage entscheidend, da die normalerweise geschäftige Frühjahrssaison und viele Feiertage, an denen der Blumenumsatz sehr hoch ist, direkt betroffen sind. 65 Prozent der Befragten erwarten einen erheblichen Personalabbau in den produzierenden Betrieben, gar 70 Prozent gehen davon aus, dass zahlreiche Züchter in diesem Jahr das Geschäft aufgeben müssen. Die finanziellen Verluste allein in den Niederlanden könnten sich auf bis zu 2 Milliarden Euro belaufen (TASPO Online berichtete). Insgesamt erwarten die Zierpflanzenzüchter einen Einbruch des Geschäfts um etwa 50 Prozent, wenngleich einige einen weitaus stärkeren Rückgang der Verkäufe erwarten. Insgesamt 96 Prozent der Länder, die geantwortet haben, sagen voraus, dass ihre Branche stark betroffen sein werde.

Verbände setzen sich bei Regierungen für Hilfen ein

Die meisten Verbände setzen sich aktiv bei ihren Regierungen für eine dringende zusätzliche Unterstützung der Landwirte ein. Einige Regierungen bieten Darlehen, Garantien für bestehende Kredite, Lohnzahlungen oder Steuerverzögerungen an. In vielen Fällen wird mehr direkte finanzielle Unterstützung erforderlich sein, um die Unternehmen am Leben zu erhalten. Einige Verbände setzen sich dafür ein, dass die Gartenzentren als systemrelevant eingestuft werden, damit sie offen bleiben dürfen. Zudem arbeiten viele Menschen daran, die Vorteile von Pflanzen und Blumen für Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern und fordern die Öffentlichkeit auf, die Branche zu unterstützen, in der der Kauf von Produkten noch möglich ist.

AIPH-Präsident gibt sich optimistisch

„Unsere Gedanken sind in erster Linie bei den vom Virus Betroffenen, denjenigen, die sich um kranke Menschen kümmern, und denjenigen, die geliebte Menschen verloren haben.  Als Industriezweig müssen wir uns an alle Expertenanweisungen bezüglich der Maßnahmen zur Bekämpfung der Krankheit halten und natürlich den Menschen an die erste Stelle setzen“, sagt AIPH-Präsident Bernard Oosterom. „Selbst in dieser Krise können die von uns hergestellten Produkte eine so wichtige Rolle spielen, um Liebe, Freude, Erholung und Hoffnung zu bringen.  So viele Menschen sind an ihr Haus gebunden, aber sie können mit Blumen und Pflanzen Freude und Leben in ihre Häuser und Gärten bringen, zumindest dort, wo sie sie tatsächlich bekommen können“, gibt sich Oosterom optimistisch.

Weitere Informationen zur Corona-Krise finden Sie unter dem Newstag „Coronavirus“.  

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