Grüne Branche

ZMP-Jahresbericht: Rekordproduktion führte zu Preisverfall

„Rekordproduktion und Preisverfall!“ So überschreibt die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) in ihrem Jahresbericht 2004/05 die Situation bei Gemüse. Die Vegetationsbedingungen seien im Jahr 2004 sehr günstig gewesen. Damit stand überreichliches Angebot zur Verfügung. Folge: „Ein bisher noch nie verzeichneter Preisverfall!“ Nach der ZMP-Schätzung betrug die Gemüseernte 2004 in Deutschland 3,29 Millionen Tonnen (Marktanbau). Die Mengen aus den Vorjahren wurden damit weit übertroffen. Beispielsweise waren es in den Jahren 2001 und 2003 jeweils 2,87 Millionen Tonnen. Die Bonner Marktexperten rechnen für 2005 mit einem weiteren Anstieg der gemüsebaulich genutzten Fläche um etwa zehn Prozent. Auch für den Obstmarkt meldet die ZMP drastische Preiseinbrüche. Man geht davon aus, dass die Einkommen der Obsterzeuger im Jahr 2004 trotz einer um über zehn Prozent gestiegenen Obsternte niedriger ausfielen als 2004. Zum Zierpflanzenbau heißt es im ZMP-Bericht, die privaten Ausgaben für Blumen und Zierpflanzen seien im ersten Halbjahr 2004 um rund vier Prozent geschrumpft. Vor allem das Beet- und Balkonpflanzen-Segment entwickelte sich negativ. Auch bei den Baumschulen habe sich die für den Absatz ungünstige Witterung im ersten Halbjahr ausgewirkt. Fürs Jahr 2005 bleibe die Hoffnung auf günstigeres Pflanzwetter und damit wieder steigende Umsätze.