Grüne Branche

ZMP-Marktanalyse im Zierpflanzenbau

Bereits im Mai verwandelte sich die Euphorie der ersten vier Monate des Jahres 2007 wieder in eine positive Grundstimmung. Diese hielt auch bis September und Oktober an, dem Zeitpunkt der Herbstbefragung der Marktanalyse Zierpflanzen. Die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) führt die Marktanalyse Zierpflanzen zweimal jährlich durch. Dazu werden jeweils Zierpflanzenproduzenten im gesamten Bundesgebiet angeschrieben und nach ihren Anbauplänen und ihrer Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung befragt. Die Erhebung wurde 2007 in Zusammenarbeit mit Zierpflanzenbetrieben und Vermarktern vollständig überarbeitet. Insgesamt 60 Prozent der 753 teilnehmenden Betriebe vergaben die Noten "gut" oder "gut bis befriedigend". Die positivsten Einschätzungen kamen aus Süddeutschland. Ebenso positiv fiel die durchschnittliche Bewertung des vergangenen Geschäftsverlaufs bei den einzelnen Betriebstypen aus. Allerdings beurteilten sowohl die Regionen als auch die verschiedenen Betriebstypen das Sommerhalbjahr 2007 etwas schlechter als das Winterhalbjahr 2006/2007. Eine Ausnahme bildeten indirekt absetzende Schnittblumenbetriebe, deren Beurteilung besser als im Frühjahr war und den besten Wert seit Herbst 1998 erreichte. Deutlich trüber waren im Oktober die Aussichten für das kommende Halbjahr, also den Zeitraum Oktober 2007 bis März 2008. In allen Regionen Deutschlands waren die Erwartungen pessimistischer als die Einschätzung des vergangenen Geschäftsverlaufs. In Ostdeutschland gab es sogar mehr Pessimisten als Optimisten. In Norddeutschland bildeten die optimistischen Betriebe nur eine knappe Mehrheit. Die etwas schlechtere Einschätzung des erwarteten Geschäftsverlaufs im Herbst war in den vergangenen Jahren immer wieder zu beobachten, die Erwartungen an das Winterhalbjahr sind wesentlich geringer als die an das Sommerhalbjahr. Ein wichtiger Einflussfaktor im Herbst dürften die geringeren Einnahmemöglichkeiten sein. In der langfristigen Betrachtung ist die Stimmung im Zierpflanzenbau derzeit aber nach wie vor gut und auf einem hohen Niveau. Die hohen Energiepreise scheinen bei der Stimmungslage nur eine untergeordnete Rolle zu spielen, auf den Energiepreis selbst haben die Betriebe praktisch keinen Einfluss. Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten liegen zwar im Bereich der Möglichkeiten, sind jedoch mit Investitionen verbunden. Das Thema Energie wird in diesem Frühjahr in einer Sonderbefragung des Zentralverbandes Gartenbau im Rahmen der Marktanalyse Zierpflanzenbau behandelt. Erstmals wurde in der Herbsterhebung nach dem Anbau von Stauden gefragt. Von diesen sollen nach den Planungen der insgesamt 255 Betriebe mit Staudenanbau 2008 rund acht Prozent mehr angebaut werden als 2007. Angesichts der starken Entwicklung der Verkaufszahlen entspricht dies fast der durchschnittlichen Markterhöhung seit 2000. Auch der Anbau von Beet- und Balkonpflanzen soll leicht ausgedehnt werden. Nach den Planungen der Beet- und Balkonpflanzenproduzenten soll deren Anbaumenge um ein Prozent auf fast 160 Millionen Stück ansteigen. Die aktuelle Entwicklung der Produktion ist damit etwas stärker als in den beiden Vorjahren. Die Befragung bezog sich auf die Frühjahrs- und Sommerkulturen, Herbstkulturen werden in der aktuellen Frühjahrsbefragung behandelt. Am 13. Februar wurde die Frühjahrserhebung Marktanalyse Zierpflanzen versendet. Produktionsbetriebe, die keinen Fragebogen erhalten haben, aber an einer Teilnahme interessiert sind, können sich gerne bei der ZMP unter 0228-9777-265 melden. Alle teilnehmenden Betriebe erhalten den Ergebnisbericht kostenlos. Auch andere Unternehmen können die Marktanalyse Zierpflanzen seit Dezember 2007 für 25,80 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer bei der Zentrale Markt- und Preisberichtstelle GmbH (ZMP), Vertrieb, Postfach 25 69, 53015 Bonn, oder unter www.zmp.de bestellen.