Grüne Branche

Zukunft des Einzelhandels: die Pflanze als Joker in der digitalen Welt?

Die „rosigen“ Zeiten für den Einzelhandel könnten laut einer Studie des E-Commerce-Center Köln bald vorbei sein. Ein Drittel des gesamten stationären Einzelhandels wird demnach bis zum Jahr 2020 verschwunden sein. Chance auf Überleben biete sich laut Expertenmeinung nur dem, der die digitalen Anforderungen des Kunden erfüllen kann.

Olaf Mörk, Dr. Ludwig Voll, Sabine Buschmann, Frank Miedaner und Brigitte Heyden diskutieren während des TASPO Talks zum Thema "So kaufen wir 2025 ein". Foto: Verena Groß

Eine besondere Herausforderung liegt für den Handel in der Vermarktung von Pflanzen über digitale Angebote. Denn ein Bild auf dem Monitor, das zudem zu einer hohen Wahrscheinlichkeit digital bearbeitet wurde, lässt in keiner Weise auf die Qualität des Produkts schließen.

Wichtiger noch: bisher lassen sich Geruch und Gefühl nicht digital übertragen. Der Käufer bekommt also nur dann einen realistischen Überblick, wenn er sich direkt an den Verkaufsort begibt. Dadurch verschwindet allerdings nicht das Bedürfnis der Käuferschaft nach einem technisch zeitgemäß aufgearbeiteten Angebot.

Händler sollen Vertriebskanäle überprüfen
„Als Händler würde ich mich als erstes mit dem Online-Bereich auseinandersetzen und die Vertriebskanäle überprüfen“, sagte Olaf Mörk, Director Marketing der Wanzl Metallwaren Fabrik, während des TASPO Talks „So kaufen wir 2025 ein“, der auf der diesjährigen Spoga+Gafa in Köln stattfand.

Laut Dr. Ludwig Voll vom Beratungsunternehmen OCC & Strategy sollen Händler mit ihrer Beratungskompetenz verstärkt auf digitalen Angeboten vertreten sein, die mit mobilen Endgeräten abgerufen werden können. Auch eine Verbindung von Smartphones und Tablets mit dem Point of Sale (POS) hält er für unausweichlich. An der Gesprächsrunde nahmen neben Mörk und Dr. Voll noch Frank Miedaner, Geschäftsführer Weber-Stephen Deutschland GmbH, die freie Beraterin Brigitte Heyden und Sabine Buschmann vom ECC Köln teil. (rve/vag/cm)

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der aktuellen TASPO 41/14 und im TASPO GartenMarkt Seite 2, 3 und 17.