Grüne Branche

Zum Ostergeschäft: IG BAU kritisiert „Mini-Löhne in der Blumen-Branche“

Das Ostergeschäft nimmt die Industriegewerkschaft Bauen–Agrar–Umwelt (IG BAU) zum Anlass, erneut die Löhne in der Floristen-Branche zu kritisieren. Es sei beschämend, wie wenig gut ausgebildete Fachkräfte verdienen, wird der Stellvertretende Bundesvorsitzende der IG BAU, Harald Schaum, in einer aktuellen Pressemitteilung der Gewerkschaft zitiert. 

Laut IG BAU erhalten Floristen in West-Deutschland zwischen acht und 13 Euro pro Stunde, im Osten lägen die durchschnittlichen Stundenlöhne durchweg unter 8,50 Euro – die Differenz zum Westen betrage zum Teil mehr als die Hälfte. „Nach fast 25 Jahren deutscher Einheit darf es solche Unterschiede nicht mehr geben“, so Schaum. Die Tarifverträge im Osten seien zuletzt im Jahr 2004 anpasst worden.

Die jüngsten Tarifverhandlungen Ende März waren ebenfalls erfolglos abgebrochen worden. Grund für das Scheitern der Gespräche sei laut IG BAU die angekündigte Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar 2015: Die Arbeitgeberseite wolle demnach erst abwarten, wie die Branche mit einem gesetzlichen Stundenlohn von 8,50 Euro umgeht. (ts/igb)