Grüne Branche

Zur Inventarisation und Digitalisierung von historischen Grabmalen

Alte Grabmäler sind attraktiv für Friedhofsbesucher. Doch um das Inventar eines Friedhofs überschauen zu können, muss man es zunächst erfassen. Wie dies gelingen kann beschreibt die Autorin anhand von Projekten und eigenen Erfahrungen aus der Praxis.

Eine Mitarbeiterin hat ein Grabmal mit Nummerntafel ausgestattet und dokumentiert es fotografisch (aufgenommen in Weißensee).

In Deutschland gibt es immer mehr Friedhöfe, die hundert Jahre und länger bestehen und auf denen ein Teil der historischen Grabmäler noch vorhanden ist. Zum Glück hat sich in den letzten Jahrzehnten die Einstellung durchgesetzt, dass solche Grabmale erhaltenswert sind und dass ein historisches Ambiente die Attraktivität eines Friedhofs erhöht. Grabmalpatenschaften werden auf vielen Friedhöfen angeboten und nachgefragt.

Allerdings muss man, bevor man Patenschaften an den Mann oder an die Frau bringen kann, die vorhandenen Grabmale erfassen. Seit den ersten umfassenden Grabmalinventaren, die in Köln und in Hamburg in den 1980er Jahren erarbeitet wurden, ist eine Reihe von Friedhofsverwaltungen diesem Vorbild gefolgt. Für den Melatenfriedhof in Köln wurde inzwischen sogar das Erstinventar überarbeitet und eine erweiterte Grabmalaufnahme vorgestellt, die auch digital auf einer interaktiven CD aufzurufen ist1. Denn während man in den 1980er und 90er Jahren noch mit Stift und Papier sowie analoger Kamera arbeitete und das Ergebnis auf Karteikarten dokumentierte, haben Computer und Internet inzwischen selbstverständlich auch bei der Grabmalaufnahme Einzug gehalten. Allerdings beginnen damit einige Schwierigkeiten für die Bearbeiter. Lesen Sie mehr dazu in der Juli-Ausgabe der Friedhofskultur ab Seite 16.