Grüne Branche

ZVG droht BdB-Austritt

Es hatte seinen Grund, dass der diesjährige Deutsche Gartenbautag des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) unter dem Motto "Gemeinschaft macht`s - die deutschen Gärtner" stand. Kurzfristig hatte nämlich der Bund deutscher Baumschulen (BdB) seine Mitgliedschaft zum Jahresende gekündigt - "vorsorglich", wie es in der Kündigung hieß.

Sein Ziel: Mit dem ZVG in Gespräche über die Beitragshöhe einzutreten und auf einer neuen Beitragsbasis die Mitgliedschaft im ZVG zu reaktivieren. Für den ZVG hatte dies zur Konsequenz, dass die Mitgliederversammlung den Haushalt für das kommende Jahr 2011 nicht verabschieden konnte.

Nun hat es schon Gespräche zwischen dem BdB-Präsidenten Karl-Heinz Plum und ZVG-Präsident Heinz Herker gegeben, weitere werden folgen, um zu einer Lösung zu kommen. Und das sieht nach Meinung von Herker nicht schlecht aus. Er ist von einem guten Ausgang überzeugt, denn der BdB habe immer betont, dass er eigentlich sehr wohl weiter Mitglied im Zentralverband bleiben wolle. "Es gibt weitgehende Einigkeit mit Karl-Heinz Plum. Wir sind auf einem guten Weg und glauben, dass wir die Gemeinsamkeit wieder miteinander hinkriegen", gibt er die Sprachregelung wieder, auf die sich beide Präsidenten geeinigt hätten.

Die Verabschiedung des ZVG-Haushalts 2011 müsste dann in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung erfolgen. Würden die Beiträge der 1.065 BdB-Mitglieder wegfallen, so bedeutet dies Mindereinnahmen von rund 120.000 Euro im ZVG-Haushalt. Und dies vor dem Hintergrund, dass der Strukturwandel nach wie vor für sinkende Mitgliederzahlen sorgt. Auch ohne den Austritt des BdB hätten über 300 Mitgliedsbetriebe weniger als noch 2009 im ursprünglichen Haushaltsentwurf 2011 eine Beitragserhöhung notwendig gemacht. Knapp 6.500 Mitgliedsbetriebe zählt der ZVG im Jahr 2010 in seinen Landesverbänden.

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