Grüne Branche

ZVG: Gespräche über generische Werbung mit Vermarktern

Die Vereinigung Deutscher Blumengroßmärkte (VDB) wurde vom Zentralverband Gartenbau (ZVG) zu einer Gesprächsrunde eingeladen, die sich mit den Möglichkeiten generischer Werbung für Blumen und Pflanzen, also einer übergeordneten Werbung für die Produkte als solche beschäftigen wird. 

Trafen sich zum Thema generische Werbung (v. l): vom ZVG Dr. Siegfried Scholz und Jürgen Mertz sowie vom VDB Raimund Korbmacher und Hans-Georg Biller. Foto: BGM Köln

Am 3. Juli werden in Berlin Vertreter der wichtigsten Vermarkterorganisationen in Deutschland, die für generische Werbung in Frage kommen, darunter neben dem VDB auch Landgard, an einem Tisch sitzen, um die Durchführbarkeit und Finanzierung solch einer markenübergreifenden Kampagne zu diskutieren.

Seit dem Wegfall der CMA-Aktivitäten (Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft) in diesem Bereich wird das Fehlen generischer Werbung für Produkte des deutschen Zierpflanzenanbaus von vielen Branchenteilnehmern als negativ empfunden. „Die Branche müsste sich solch eine übergreifende Kampagne leisten. Die Frage ist nur, ob wir sie uns leisten können“, umschreibt VDB-Vorsitzender Raimund Korbmacher aus Köln die Situation.

Eingeladen zu diesem Meeting in Berlin wurde anlässlich einer Gesprächsrunde zwischen ZVG und VDB am 6. Juni auf dem Blumengroßmarkt Köln. ZVG-Präsident Jürgen Mertz und ZVG-Generalsekretär Dr. Siegfried Scholz und diskutierten dabei mit Raimund Korbmacher, dem VDB-Vorstandsmitglied Hans-Georg Biller (Mannheim) sowie dem Vorstandsvorsitzenden des Blumengroßmarktes Köln, Jürgen Kuhl, auch weitere Branchen-Themen wie die als dringend angesehene Nachwuchswerbung und die Fristverlängerung bei den Palletino.

Seitens des Finanzministeriums wird darauf hingearbeitet, dass bei diesem bewährten Rückgabesystem mit Mehrfachverwendung zukünftig bei jeder einzelnen Nutzung die Palletino als Verpackung ausgewiesen und die Mehrwertsteuer berechnet werden muss. Wenn die Fristverlängerung Ende 2014 ausläuft, wird diese Regelung greifen.

Ebenfalls ging es um das von politischer Seite immer wieder und auch jüngst geschürte Thema der Mehrwertsteuer-Erhöhung für Produkte des Zierpflanzenanbaus auf 19 Prozent. Der Gesprächskreis war sich einig, dass in solch einem Fall deutliche Umsatzrückgänge drohen und es daher verstärkter Hintergrundgespräche bedarf. Ferner wurde die VDB-Position zum Fortbestand als assoziiertes ZVG-Mitglied besprochen. Auf einer VDB-Mitgliederversammlung im September wird diese Zusammenarbeit abschließend besprochen. (mh)

Mehr zu diesem Thema lesen Sie auch auf den Seiten 8 und 9 in der aktuellen TASPO 26/14 in unserem großen Interview mit Marc Eijsackers, Direktor des Blumenbüro Holland, und Frank Teuber, Geschäftsführer der deutschen Blumenbüro-Niederlassung.