Grüne Branche

ZVG lädt zum „Ausbildungsgipfel“

Kaum ein Thema wird derzeit so heiß diskutiert wie die Ausbildung im Gartenbau. Nicht nur der demografische Wandel mache es hier dringend erforderlich, über neue Ideen nachzudenken. Davon ist ZVG-Präsident Heinz Herker überzeugt. Grund für ihn, am 6. März zu einem „Ausbildungsgipfel“ in Grünberg zu laden. 

„Wir sind schon fast zu spät dran“, mahnte der Präsident im Rahmen der Delegiertenversammlung des Wirtschaftsverbandes Gartenbau am vergangenen Dienstag in Cloppenburg. „An vielen Stellen flammen Ideen auf. Ich möchte deshalb auch Querdenkern die Chance geben, ihre Wünsche und Vorstellungen darzulegen.“ Für die Branche sei es dringend erforderlich, in Einigkeit an vielen Stellschrauben, so auch der Ausbildung, zu drehen.

Ein selbstbewusster Berufsstand müsse neuen Ideen offen entgegen treten, sie nicht schon von vornherein ablehnen. „Geht nicht, gibt’s nicht – das haben wir in der Vergangenheit viel zu häufig gesagt“, so der Präsident selbstkritisch. Am kommenden Dienstag wird es deshalb besagtes großes Bildungsforum – oder auch den „Ausbildungsgipfel“ – des Gartenbaus geben. Teilnehmen werden Mitglieder der Verbandspräsidien, Vertreter der Gremien und weitere eingeladene Personen, die sich mit dem Thema Ausbildung beschäftigen. Erwartet werden zwischen 50 und 100 Branchenvertreter.

Ziel ist es, den Gartenbau einmal mehr für den wichtigen Bereich Bildung und Ausbildung zu sensibilisieren und sich über Themen wie TAG, Qualifikation oder Image- und Nachwuchswerbung auszutauschen. Ein Aspekt der künftigen Entwicklungen, der sicher zur Sprache kommen wird, ist die zunehmend notwendige Einrichtung von Landesfachklassen, anknüpfend an das Pilotprojekt der Friedhofsgärtner in Hessen (wir berichteten in TASPO Ausgabe 7/2012). Auch die viel diskutierte, vorgeschlagene Reduzierung der Fachsparten wird vermutlich eines der brisanteren Themen der nicht öffentlichen Veranstaltung sein.

Ideen, Gedanken und Visionen sind auch an anderer Stelle gefragt, wenn es um die Zukunft des deutschen Gartenbaus geht. Zurzeit läuft die Diskussion, wie und wohin sich der Gartenbau entwickeln kann, sollte und müsste, an vielen Stellen. Auch Sie können sich aktiv an diesem Meinungsaustausch beteiligen: Sagen Sie Ihre Meinung im Portal des Verbundprojektes „Zukunftsstrategie Gartenbau“ des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), beispielsweise im Forum „Qualifizierung“. Hier geht es um Themen wie Ausbildung, Weiterbildung und lebenslanges Lernen sowie Nachwuchswerbung. Das Forum „Technologie“ beschäftigt sich mit Automatisierung, Züchtung, Pflanzenschutz, Energie, Lebensmittel- und Prozesstechnologie. Auch dazu ist Ihre Meinung gefragt unter: http://zukunftsstrategie-gartenbau.hortigate.de. (kla)