Grüne Branche

ZVG und IVG: Kooperation zum Thema Torf

Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) und der Industrieverband Garten (IVG) wollen künftig beim Thema Torf zusammenarbeiten. Bestandteil der Kooperation soll sein, über Hintergründe aufzuklären und gleichzeitig die Verfügbarkeit geeigneter Ausgangsstoffe zu erhöhen. 

Der stellvertretende Generalsekretär und Umweltreferent des ZVG, Dr. Hans Joachim Brinkjans (v.l.), und ZVG-Vizepräsident Hartmut Weimann vereinbarten mit dem stellvertretenden IVG-Vorsitzenden Stephan Patzer und IVG-Geschäftsführer Johannes Welsch ein gemeinsames Vorgehen beim Thema Torf. Foto: ZVG

Hintergrund der Kooperation ist die anhaltende Diskussion um den Rohstoff Torf. Auf der diesjährigen Internationalen Pflanzenmesse (IPM) in Essen haben beide Partner das gemeinsame Vorgehen präsentiert und mit anwesenden Substratherstellern diskutiert.

ZVG und IVG: Bestandteile der Zusammenarbeit

Um die gärtnerische Produktion mit geeigneten Kultursubstraten abzusichern, sollen in Arbeitsgruppen die Möglichkeiten zur Verwendung alternativer Ausgangsstoffe ausgelotet werden, informiert der Zentralverband Gartenbau. In der Zusammenarbeit wollen sich beide Seiten an den Zahlen, Daten und Fakten orientieren, die der IVG im Rahmen seiner Markterhebungen einbringt. Der ZVG wiederum nutzt sein weit verzweigtes Netzwerk für die gemeinsame Arbeit.

Wie ZVG und IVG nach eigenen Angaben übereinstimmend festgestellt haben, herrscht auf Seiten der Anwender, bei Medien, Naturschutzgruppen und auch Politikern nur ein ungefähres Wissen über den bislang unverzichtbaren Torfeinsatz in gärtnerischen Kultursubstraten. Erst kürzlich hatte sich der ZVG eindeutig zu Torf als wichtigem Rohstoff in Kultursubstraten positioniert, um dem modernen Erwerbsgartenbau ein Höchstmaß an Kultursicherheit zu ermöglichen.

ZVG und IVG: alternative Ausgangsstoffe nicht ausreichend verfügbar

Alternative Ausgangsstoffe, sich eignen würden, um Torf in größeren Anteilen zu ersetzen, seien bis dato am Markt nicht ausreichend verfügbar, informieren die beiden Verbände. Aus diesem Grund seien zwar Minderungen des Torfanteils in Ansätzen möglich und werden auch beworben. „Um jedoch bei gesicherter Qualität einen signifikanten Anteil des Marktvolumens von 7,3 Millionen Kubikmetern zu ersetzen, fehlen schlicht die verfügbaren Mengen an Holzhackschnitzel, Kompost, Rinde und Co.“, so der Industrieverband Garten in seinen Ausführungen.

Auch werde bereits seit vielen Jahrzehnten der Torfabbau nur auf bereits degenerierten Moorflächen betrieben, sodass keine lebenden Moore zerstört würden und aufgrund der Wiedervernässung nach der Torfgewinnung Flächen zurückblieben, die sich wieder zu wachsenden Mooren entwickeln könnten. (ts/zvg)