Grüne Branche

Zwei junge Preisträger erhalten den Landgard Grow Award

Der Energiebedarf im Klimawandel und das allergene Potenzial von Äpfeln – mit diesen beiden brandaktuellen Themen befassen sich die zwei Preisträger der diesjährigen Landgard Grow Awards in ihren eingereichten Projekten. Während der Vertreterversammlung der Landgard erhielten Holger Hoffmann von der Leibniz Universität Hannover und Daniela Kiewning von der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn ihre Auszeichnungen und die damit verbundenen 5.000 Euro Fördersumme.

Uwe Schütt von Haymarket Media (l.) als Vertreter der Jury mit den Kuratoriumsmitgliedern der Landgard Stiftung Wilhelm Baum (2. v. l.) und Wolfgang Degenhardt (r.) sowie den Preisträgern des Grow Award Holger Hoffmann und Daniela Kiewning.Foto: Landgard

Daniela Kiewning beschäftigt sich mit der „Untersuchung des allergenen Potenzials bei Apfelfrüchten“ in Abhängigkeit von der Sorte, der Lagerart, der Lagerdauer sowie einer Nacherntebehandlung. Aktuell leiden etwa zwei Prozent der Bevölkerung unter einer Apfelallergie und das mit steigender Tendenz. Erkenntnisse über das allergene Potenzial verschiedener Apfelsorten ermöglicht den Erzeugern die gezielte Züchtung allergieärmerer Äpfel und eine Steuerung des allergenen Potenzials über die Lagerart und -dauer sowie eine Nacherntebehandlung.

Holger Hoffmanns Projekttitel lautet: „Energetische Standortbewertung und Optimierung von Energiestrategien hochintensiver Pflanzenproduktion in Gewächshäusern“. Hintergrund ist der Klimawandel und die Frage nach den Auswirkungen auf den Energiebedarf unter Glas – eine praxisnahe Fragestellung, denn der Energieaufwand macht einen Großteil der Betriebskosten hochintensiver Pflanzenerzeugung unter Glas aus und sie steigen kontinuierlich. Im Detail bewertet Hoffmann verschiedene regionale Standorte unter sich wandelnden Klimabedingungen und analysiert den Energiebedarf im Jahresverlauf. Anschließend will er Modelle entwickeln, um eine Prognose für die zukünftige Entwicklung des regionalen Energiebedarfs deutscher Gewächshäuser möglich zu machen.

Die 2005 gegründete Landgard Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, innovative Projekte im inländischen Gartenbau zu fördern und damit das Wachstum der grünen Branche zu stärken. Entsprechend fördert die Stiftung Grundlagenforschung und vergibt Stipendien für engagierte Nachwuchstalente unter 30 Jahren. (ia)