Grüne Branche

Zwei neue Bild-Motive: Friedhofsgärtner setzen ihre Image-Kampagne fort

Sich nicht so sehr von Strömungen und Tendenzen von außerhalb beeinflussen lassen, sondern auf die eigenen Stärken setzen und sie für die Zukunft nutzen, dazu riet Lüder Nobbmann, Vorsitzender des Bundes deutscher Friedhofsgärtner (BdF), bei der Wintertagung des Fachverbandes Rheinischer Friedhofsgärtner in Kaarst.

Konkret nannte er die Image-Kampagne „Es lebe der Friedhof!“ des BdF und die Alternativen mit Memoriam-Gärten und gärtnerbetreuten Grabfeldern, die der Öffentlichkeit und der Bevölkerung angeboten werden. „Diese guten Konzepte zeigen der Öffentlichkeit, was Friedhofsgärtner an Kreativität und in der Gestaltung zu leisten vermögen“, so Nobbmann.

Auf der Bundesarbeitstagung im Januar in Augsburg wurden die finanziellen Zusagen der Bundesländer für das dritte Kampagnenjahr 2011/2012 festgezurrt, berichtete Carsten Nöll, Vorsitzender der rheinischen Friedhofsgärtner. Es werde einen bundesweiten Etat geben, der etwa um 14 Prozent niedriger liegen wird als bisher.

Mit zwei neuen Motiven geht die Kampagne jetzt in ihr drittes Jahr. „Sein Leben war ein großer Wurf“ zeigt einen Kegelbruder und die Grabstelle, die einer Kegelbahn mit aufgestellten Kegeln nachempfunden ist. Das zweite Motiv „Sie hinterlässt bleibende Spuren“ zeigt eine Skifahrerin und eine winterliche Piste mit einer Abfahrt in angedeuteter Gebirgsregion.

 

Produktwerbung für die Dauergrabpflege

Nöll ist wichtig, dass nunmehr auch Produktwerbung für die Dauergrabpflege in die Image-Kampagne aufgenommen wird. Er betonte, dass das Rheinland eine große finanzielle Stütze dieser Image-Kampagne ist und dass selbstverständlich auch in den eigenen Reihen manche Mitglieder dieses Engagement kritisch sehen. Allerdings betrachte der Verband dies nicht als Angriff, sondern werde versuchen, sich mit der Kritik konstruktiv auseinanderzusetzen.

Bei der Kampagne im ersten Jahr gab es 15 Betriebe, die sich an einer konkreten Mitfinanzierung nicht beteiligt haben, jetzt ist die Zahl auf rund 30 Betriebe angestiegen. Angesichts aber von über 600 friedhofsgärtnerischen Fachbetrieben im Rheinland könne der Verband mit dieser Zahl leben. Sie belege, dass die klare Mehrheit der Betriebe der Auffassung ist, dass etwas getan werden muss, um den Markt mit zu gestalten.

Nöll sieht in diesem Projekt einen klaren Beweis dafür, dass starke Verbände und gärtnerische Organisationen nötig sind, da es ansonsten nie gelungen wäre, Betriebe mit jährlich 500 bis 1.500 Euro Belastung für ein solches Projekt zu gewinnen.