Good News: Blumenladen erfolgreich übernommen

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Das Team von Blumen Mardt in Hamburg. Foto: Blumen Mardt

Wer in der Floristen-Branche versucht, seine Geschäftsidee, seinen Blumenladen, zu verkaufen, der findet häufig niemanden, der dafür bares Geld bezahlen will. Doch es gibt auch Gegenbeispiele für erfolgreiche und konsequent geplante Übernahmen. So ein Fall ist Blumen Mardt in Hamburg.

„Heute wird normalerweise kein Geld gezahlt, wenn ein Blumengeschäft weitergegeben werden soll. Schlicht weil es kaum jemanden gibt, der so ein Geschäft übernehmen will. Daher schließen so viele“, meint Andreas Dede. Er kennt die Realitäten, denn bevor er im April 2016 das Traditionsunternehmen Blumen Mardt in Hamburg-Sasel übernommen hat, führte er schon mehrere Blumenfachgeschäfte.

Dede betreut neben Blumen Mardt noch weiteres Blumengeschäft

„Die Perspektive, als Florist selbstständig zu sein, zieht heute nicht mehr. Die viele Arbeit schreckt, der hohe Zeitaufwand, die unattraktiv erscheinende finanzielle Seite“, meint – mit Blick auf die Branchen-Nachfolgesituation – der ausgebildete Florist und Gärtner. Der neben Blumen Mardt noch ein zweites, kleineres Blumengeschäft führt.

Den Marktbedingungen zum Trotz, hat Andreas Dede dann doch für die Geschäftsübernahme bezahlt. Die in solchen Fällen üblichen betriebswirtschaftlichen Formeln orientierten sich an der Umsatzgröße, weiche Faktoren wie Personal oder Stammkundenquote spielten bei der Wertermittlung ebenfalls eine Rolle.

Blumen Mardt betreut bedeutende Firmenkunden

Andreas Dede hat seine Entscheidung wohl kalkuliert. Im Hamburger Stadtteil Sasel lebt eine gut situierte Kundschaft, mit Ikea, ECE oder Gebrüder Heinemann betreut Blumen Mardt bedeutende Firmenkunden. Das übernommene Personal ist gut ausgebildet und ebenso gut eingespielt. Guter Standort, gute Stammkundschaft, gutes Personal – damit sind schon einmal drei wichtige Aspekte für eine erfolgreiche Geschäftsführung gegeben.

Den Namen Blumen Mardt hat Andreas Dede behalten. „Das ist die Marke und Marken ändert man nicht“, ist er überzeugt. Das ist wohl richtig, zumal bei einem lokal tief verwurzelten Blumenfachgeschäft, das zwei Generationen lang den einen Firmennamen trägt. Zu dieser Markenübernahme gehört auch, dass Heiner Mardt weiterhin präsent ist, angestellt als geringfügig Beschäftigter.

Alter Chef trifft auf neuen Chef

Alter Chef trifft auf neuen Chef – sind da nicht Konflikte vorprogrammiert? „Nein“, meint der neue Chef, „alles läuft problemlos, harmonisch.“ So äußert sich auch Heiner Mardt, der von „einem Glücksfall“ spricht, „so eine harmonische Zusammenarbeit lässt sich nicht planen.“

Die Mitarbeit des „alten Chefs“ ist nicht nur praktischer Natur, sondern auch Teil des Know-how-Transfers. „Es gibt halt viele wichtige kleine Details, etwa zu Kunden und anderen Geschäftspartnern, die man nur Schritt für Schritt vermitteln kann“, ist Heiner Mardt überzeugt. Er schätzt, dass dieser stetige Know-how-Transfer etwa ein, zwei Jahre dauern wird.

Übergabe von Blumen Mardt hat gut funktioniert

Dazu gehören regelmäßige Meetings, alle zwei oder drei Wochen trifft man sich zum Austausch. Wichtige Gespräche, da das Geschäftskonzept von Blumen Mardt anders gelagert ist, als die zuvor von Andreas Dede geleiteten Blumenläden. Das Ergebnis: „Die Übergabe hat gut funktioniert, ich bin voll und ganz zufrieden“, freut sich Heiner Mardt.

Die ganze Übernahme-Story von Andreas Dede und Blumen Mardt ist in unserer Serie „Good News“ in der TASPO 1/2017 erschienen. Ein Exemplar der Ausgabe können Sie per Mail bei Melanie Schuhmacher bestellen.

 

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