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100 Motorsägen ohne GS-Siegel entdeckt

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Dem Zollamt Hamburg sind bei einer verdächtigen Lieferung aus China 100 Kettensägen mit gefälschten GS-Zeichen ins Netz gegangen. Die Beamten stellten die Lieferung sicher und ließen die Profi-Kettensägen unmittelbar vernichten.

Dem Zoll Hamburg ist ein Schlag gegen Produktpiraterie bei Kettensägen gelungen. Foto: Green Solutions

Professionelle Ein-Hand-Kettensägen mit falschem Siegel

Am 29. März ereignete sich der Fund der vorwiegend von Profis benutzten Ein-Hand-Kettensägen. Das Zollamt Hamburg fertigte einen aus China stammenden Container ab, wobei einem Zollbeamten aufgrund der Aufmachung und Verpackung der Produkte Zweifel kamen, ob das vom TÜV Süd vergebene GS-Siegel zu Recht auf den Kettensägen angebracht wurde. Kurzerhand wurde Rücksprache mit dem Rechteinhaber gehalten, woraufhin sich der Verdacht bestätigte. Der TÜV habe die GS-Siegelung daraufhin als Fälschung bewertet und die Vernichtung der Kettensägen durch den Zoll beantragt. Unter Zollaufsicht wurden die 100 Kettensägen anschließend von einer Fachfirma innerhalb von 20 Minuten komplett vernichtet und fachgerecht entsorgt.

Kunden vor Kauf mit gefälschten Qualitätsmerkmalen bewahrt

„Das Zollamt Hamburg hat wieder mal für ein Plus beim Verbraucherschutz gesorgt, indem es Kunden vor dem Kauf von Produkten mit gefakten Qualitätsmerkmalen bewahrt hat. Das GS-Zeichen ist ein weltweit anerkanntes gesetzlich geregeltes Gütesiegel, welches nur von zertifizierten Firmen für bestimmte sicherheitsgeprüfte Produkte genutzt werden darf“, erklärte Pressesprecherin Kristina Severon den bestätigten Verdacht.

Gefälschte Kettensäge erhält Negativpreis

Dass besonders hochpreisige Kettensägen nicht selten von Herstellern aus Asien exakt nachgebaut und vertrieben werden, zeigt auch die Vergabe des Negativpreises Plagiarius, der kürzlich an eine Kettensäge verliehen wurde (TASPO Online berichtete). Die Marken- und Produktpiraterie entwickelt sich immer mehr zu einem Problem für Hersteller hochwertiger Qualitätsprodukte, die teils dreist kopiert und zu wesentlich geringeren Herstellungskosten und überwiegend geringer Qualität unter Ausnutzung billiger Arbeitskräfte oftmals in asiatischen Ländern hergestellt werden, um schließlich auf dem europäischen Markt regelrecht verramscht zu werden. Hier versucht der Zoll laut eigener Aussage, im Interesse von Wirtschaft und Verbrauchern für fairen Wettbewerb zu sorgen.

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