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2. Niederbayerischer Praxistag Landschaftsbau: Wissen – auf die Baustelle übertragbar

„Aktuell und praxisnah!“ – unter diesem Motto stand der 2. Niederbayerische Praxistag Landschaftsbau im Kies- und Erdenwerk Zöls in Fürstenzell. Die Inhalte der mit knapp 100 Teilnehmern ausgebuchten Veranstaltung sollten deshalb direkt übertragbar auf die Baustelle und das neue Wissen am nächsten Tag anwendbar sein. 

Praxisnah und mit dreckigen Händen: Johannes Prügl im Vortrag. Foto: Peter Bedner/Fachschule für Agrarwirtschaft

Dass es sich beim Praxistag Landschaftsbau nicht um eine hochwissenschaftliche Veranstaltung handelt, machte gleich zu Beginn Johannes Prügl (Bodeninstitut Prügl) als einer der vier Veranstalter in seinem Vortrag deutlich. „Dreckige Hände sollen Landschaftsgärtner haben – von Erden und Böden und nicht vom Schmieröl einer Maschine“, so Prügls Aussage.

Über Kompost und seine unterschiedlichen Reifegrade einschließlich der dazugehörigen Qualität referierte Karl-Friedrich Engl. Zudem gab er einen Überblick zu den Einsatzbereichen.

Maike Rhode (International Tree Broker) stellte Besonderheiten aus der Baumschule vor, die in keinem Katalog zu finden sind. In anschaulichen Bildern zeigte sie außerdem, wie schnell eine geschlossene Sichtschutzhecke entstehen kann.

Mit der Qualitätsbeurteilung von Gehölzen befasste sich anschließend Leander Wilhelm, der anhand vieler, gleichermaßen beeindruckender und erschreckender Bilder schilderte, welche Pflanzen zum Teil auf Baustellen angeliefert und angenommen werden.

Qualitätstest für Böden, direkt auf der Baustelle
Nach der Mittagspause, die von den Teilnehmern meist zum intensiven Austausch unter Fachkollegen genutzt wurde, führte Johannes Prügl im nahen Kieswerk vor, wie sich die Qualität von Böden auf der Baustelle einfach und schnell testen lässt – nicht mit der „dritten Nachkommastelle aus dem Labor“, sondern ob ein Boden oder Substrat verwendet werden kann oder nicht.

Ebenfalls angesprochen wurde der Anschluss einer Außenanlage an die Fassade sowie damit in Zusammenhang stehende Fragen wie „mit oder ohne Vlies“ oder „Reicht einfaches Abschneiden, wenn die Noppenbahn zehn Zentimeter hässlich übersteht?“. Die einfachste, wenn auch nicht unbedingt befriedigende Antwort auf solche Fragen lautete: „Finger weg und den Stuckateur machen lassen.“

Der 3. Niederbayerische Praxistag Landschaftsbau wird am 9. Juli 2015 stattfinden. Das Programm soll zur Frühjahrsausstellung der Fachschule für Agrarwirtschaft Landshut-Schönbrunn feststehen. (ts)