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2027 erste interkommunale Landesgartenschau in Hessen?

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Das Rennen um die Ausrichtung der hessischen Landesgartenschau 2027 geht in die heiße Phase – insgesamt fünf Bewerbungen liegen dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz inzwischen vor. Durch eine Änderung der Förderrichtlinie könnte erstmals auch ein kommunenübergreifender Zusammenschluss den Zuschlag bekommen.

In Bad Schwalbach fand von Ende April bis Anfang Oktober 2018 die letzte hessische Landesgartenschau statt. Foto: LGS Bad Schwalbach 2018 GmbH

Landesgartenschau 2027: so viele Bewerber wie noch nie

Elf Gemeinden aus Oberhessen – Büdingen, Ranstadt, Schotten, Hirzenhain, Nidda, Glauburg, Limeshain, Kefenrod, Echzell, Ortenberg und Gedern – haben sich für die erste interkommunale Landesgartenschau-Bewerbung zusammengetan und ebenso wie die „Einzelkandidaten“ Dillenburg, Frankenberg (Eder), Schwalmstadt und Bad Homburg bis zum Stichtag am 31. März offiziell ihr Interesse bekundet, die hessische Landesgartenschau 2027 zu veranstalten. Damit liegen so viele Bewerbungen wie noch nie vor, wie das zuständige Landesministerium erklärt.

„Das zeigt, dass die Städte und Gemeinden die ökologischen, städtebaulichen, touristischen und wirtschaftlichen Vorteile einer Landesgartenschau zu schätzen wissen“, so Hessens Umweltministerin Priska Hinz. „In Kommunen, die eine Landesgartenschau ausrichten, entstehen neue Möglichkeiten Natur in der Stadt zu erleben. Es werden Orte der Erholung geschaffen, Grünflächen und Parks tragen zu einem besseren Klima in der Stadt bei. In Zeiten des Klimawandels, in dem unsere Städte immer heißer und heißer werden, ist das von großer Bedeutung.“

Grüne Infrastruktur bleibt nach Ende der Gartenschau erhalten

Hinz zufolge bringt eine Landesgartenschau nicht nur kurzfristig viele Besucher in die Stadt, vielmehr bleibt auch nach der eigentlichen Veranstaltung eine grüne Infrastruktur erhalten – „unabhängig von den Besucherzahlen wird die Gemeinde nachhaltig weiterentwickelt“, so die Umweltministerin. Und auch die Präsidenten und Vorsitzenden der Verbände der Fördergesellschaft Landesgartenschauen Hessen und Thüringen stimmen überein, dass sich eine Gartenschau insbesondere für Mittelzentren als „Turbo für die Regionalentwicklung“ erweist und damit auch den umliegenden ländlichen Raum stärkt.

Um auch kleineren Kommunen einen Anreiz zu bieten, sich an der Ausrichtung der Landesgartenschau 2027 zu beteiligen, wurde in den Bestimmungen zudem die mögliche Laufzeit der Veranstaltung geändert – eine Gartenschau kann nunmehr anstelle der sonst üblichen sechs Monate auch nur ein Vierteljahr dauern. Durch dieses neue Format sollen kleinere Kommunen entlastet werden, wie Umweltministerin Hinz erklärt.

Machbarkeitsstudien entscheiden über Vergabe der Landesgartenschau

Welcher Kandidat letztlich den Zuschlag für die Durchführung der Landesgartenschau 2027 erhält, entscheidet die hessische Landesregierung anhand der Machbarkeitsstudien, welche die interessierten Kommunen im zweiten Schritt des Bewerbungsverfahrens nun in Auftrag geben. Das Bundesland Hessen fördert die Landesgartenschau 2027 den Angaben zufolge mit bis zu 3,5 Millionen Euro.

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