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3. Norddeutscher Baumschultag: die Bedeutung von Grün für Mensch und Umwelt im Fokus

Der 3. Norddeutsche Baumschultag – ein Vortrags- und Diskussionsforum der Landesverbände Hamburg und Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen (BdB) auf der Internationalen Gartenschau (igs) in Hamburg – stellte mit dem Motto: „stadt | grün | leben | zukunft?“ den Wert und die Bedeutung von Grün für den Menschen und seine Umwelt in den Mittelpunkt. 

Moderatoren und Redner auf dem 3. Norddeutschen Baumschultag (v.l.): Jochen Sandner (DBG), Bernhard von Ehren, Klaus Körber, Axel Huckfeldt, Dr. Frank Schoppa (BdB-LV S-H), Prof. Dr. Hartmut Balder (Beuth Hochschule), und Helmut Selders (BdB). Foto: BdB LV SH/M. Wienert

Dabei konnten sich die Veranstalter und Vorsitzenden der BdB-Landesverbände, Axel Huckfeldt für Schleswig-Holstein und Bernhard von Ehren für Hamburg, über guten Besuch bei hochsommerlichem Wetter freuen. Neben den Baumschulern aus dem Norden waren insgesamt rund 150 Gäste als Vertreter des Gartenbaues, Garten- und Landschaftsbaues, der Landschaftsarchitekten sowie der regionalen Politik, den Ministerien und den Fachverwaltungen der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein vor Ort.

Huckfeldt und von Ehren betonten das Motiv der Veranstalter für den 3. Norddeutschen Baumschultag: „Die positiven und geldwerten gesellschaftlichen und individuellen Folgewirkungen der Pflanzenverwendung im öffentlichen und privaten Bereich werden immer noch nicht ausreichend erkannt und gewürdigt. Wir müssen ein neues Bewusstsein und eine besondere Wertschätzung für ‚Grün‘ schaffen, als Voraussetzung für ein breit getragenes Engagement für mehr Grün in Städten und Gemeinden. Dies kann nur durch einen guten Informationsaustausch nachhaltig und wirkungsvoll gelingen. Der 3. Norddeutsche Baumschultag 2013 unterstützt dieses Ziel.“

Somit standen folgende Fragen zur Diskussion:
1. Was leisten moderne Gartenschauen für die Stadtentwicklung?
2. Baumschulwirtschaft heute – Lieferant ohne Einfluss oder mehr als nur Gehölzlieferant?
3. Welche Stadtbaumarten werden auch unter Klimawandelbedingungen vital wachsen?“, auf die die Referenten Jochen Sandner, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft (DBG), Prof. Dr. Hartmut Balder von der Beuth Hochschule Berlin sowie Klaus Körber von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Veitshöchheim in ihren Vorträgen passende Antworten fanden.

Huckfeldt dankte während der Veranstaltung den Regionalmanagerinnen Martina Schneekloth und Dr. Heike Meyer-Schoppa für ihre Leistungen und Verdienste bei der Planung und Realisierung des igs-Ausstellungsbereiches „Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland“. Fünf Kulturlandschaften der Metropolregion Hamburg bietet sich auf der igs 2013 die große Chance, die Besonderheiten der Region einem internationalen Publikum auf einer Gesamtfläche von rund 1,5 Hektar vorzustellen. Dazu gehören das Alte Land, die Lüneburger Heide, das Pinneberger Baumschulland, die Vier- und Marschlande und die Schleswig-Holsteiner Knicklandschaft. Die Metropolregion Hamburg hat dieses Vorhaben als Leitprojekt ausgewählt und gefördert.

„Erstmals ist es gelungen, auf einer Gartenschau zu zeigen, wie Baumschule funktioniert, wie Gehölze produziert und vermarktet werden. Darüber hinaus wurden über 80 Akteure, Unterstützer und Sponsoren gewonnen, die das Pinneberger Baumschulland und die igs Hamburg verbinden. Im Ergebnis profitiert das Pinneberger Baumschulland durch die Stärkung der regionalen Baumschul- und Gartenkultur, der Naherholung und des Tourismus“, so Huckfeldt. (bdb)