Absatzfonds: Rückstellungen ohne Nutzen für die Gärtner?

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Im vergangenen Jahr machte Bundesverbraucherministerin Renate Künast auf dem Deutschen Bauerntag den Vorschlag, die frei gewordenen Überschüsse (Rückstellungen) des Absatzfonds von rund 229 Millionen Euro (normales Jahresbeitragsaufkommen 85 Millionen Euro) den Bauern und somit möglicherweise auch den Gärtnern zu Gute kommen zu lassen. Doch inzwischen steht fest: Statt einer Rückzahlung gibt es ein Dreijahresprogramm, mit dem Rückstellungen von rund 122 Millionen Euro abgebaut werden sollen, und die Gärtner bekommen nichts. Rund 90 Millionen Euro aus den genannten Rückstellungen gingen laut Bundesverbraucherministerium in die „eisernen Reserven“ zur Bestandssicherung beim Absatzfonds. Wie eine Nachfrage der TASPO beim Absatzfonds ergab, müssen die genannten Rückstellungen, die aufgrund inzwischen zugunsten des Absatzfonds entschiedener Steuerprozesse angesammelt wurden, zweckgebunden verwendet werden. Sie müssten den Bereichen zugute kommen, die beigetragen haben, die Rückstellungen aufzubauen. Wie Karl Zwermann als Vorsitzender des Produktausschusses Blumen und Pflanzen bei der CMA ausführte, habe der Gartenbaubereich nach seinen Informationen beim Ansammeln der genannten Rückstellungen keinen Beitrag geleistet und habe somit auch bei der Verwendung dieser Mittel nichts zu erwarten.

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