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Achte BUGA-Hallenschau eröffnet

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Der Gartenbau in Brandenburg steht bei der achten Hallenschau auf der BUGA in Erfurt im Fokus. Präsentiert vom Landesverband Gartenbau Berlin-Brandenburg wird die Leistung der lokalen Gartenbau-Betriebe gezeigt und ganz verschiedene Aspekte der Kultivierung von Pflanzen auf.

Für das Delphiniumsortiment in überwiegend hervorragender Qualität hat Wolfgang Kautz aus Potsdam die Große Goldmedaille der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) erhalten. Foto: DBG

Gartenbau in Brandenburg: von Lenné bis Fürst Pückler

Spargel, Tomaten, Stauden oder Schnittblumen, all diese Arten von Pflanzen werden in Brandenburg kultiviert. Der Gartenbau ist demnach vielfältig, was die insgesamt achte Hallenschau bei der BUGA aufgreift und den Besucher:innen präsentiert. „In Berlin und Brandenburg wurde immer viel Gartenbau betrieben“, sagt Dekorateur Bert von der Forst, der die Schau gestaltet hat. „Angefangen von Lenné und den Parks von Fürst Pückler – Brandenburg hat eine lange gartenbauliche Geschichte.“ Der preußische Gartenkünstler Peter Joseph Lenné gestaltete nicht nur Parkanlagen, sondern gründete 1823 auch die Königliche Gärtnerlehranstalt in Potsdam. Hermann von Pückler-Muskau legte im 19. Jahrhundert Landschaftsparks an. Zu den bekanntesten Gärtnern gehört natürlich Karl Foerster, dessen Bornimer Erbe bei der Schau mit zahlreichen Zitaten sowie durch Rittersporne gewürdigt wird.

Züchter:innen und Pflanzen im Fokus

Neben historischen Exponaten des Brandenburgischen Gartenbaus werden vor allem die Züchter:innen und ihre Pflanzen in den Fokus gestellt. Neben Rittersporn-Sorten von Karl Foerster, die von Wolfgang Kautz aus Potsdam vermehrt wurden, präsentiert Manfred Entemann aus Teltow seine Hosta-Sammlung. Die Schaubeete der Halle sind gefüllt mit bunten Bidens und Begonien, Zauberglöckchen und Verbenen. Allesamt Zierpflanzen, die die Gärten schöner machen und die ohne die Arbeit von Gartenbaubetrieben nicht erhältlich wären. Zudem setzen ungewöhnliche Gehölze wie Mandarinenbäumchen und die Breitblättrige Lorbeerrose besondere Akzente. In den Wasserbecken zeigt sich ein besonderes Lotus- und Nymphaea-Sortiment. Neben Zierpflanzen kommt aber auch Gemüse nicht zu kurz, welches uns ernährt und gut schmeckt.

Sieben Große Goldmedaillen vergeben

Im Rahmen der achten Hallenschau vergaben die Preisrichter der Jury insgesamt 73 Goldmedaillen, 33 Mal wurde Silber verliehen und 28 Mal verlieh die Jury Bronze. Darüber hinaus vergab die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft sieben Große Goldmedaillen, sowie drei Ehrenpreise:

  • gleich drei Große Goldmedaillen gingen an Gartengestaltung & Dekoration Bert von der Forst (Cottbus) – für „ein ungewöhnliches, sehr differenziertes Gehölzsortiment in ansprechender Qualität“, für „die Darstellung unterschiedlicher Möglichkeiten der Bepflanzung in Terrakottagefäßen“ und für „eine vielfältige und spannungsreiche Präsentation der gärtnerischen Produkte aus Brandenburg/Berlin“
  • Manfred Entemann – Garten- und Landschaftsbau (Berlin) bekam eine Große Goldmedaille für „ein hervorragendes Hostasortiment in bester Qualität, Form und Farbe“
  • Fontana Gartenbau (Küstriner Vorland) wurde für „ein sehr einheitliches Tomatensortiment in sehr guter Qualität und bestem Geschmack“ mit einer Großen Goldmedaille ausgezeichnet
  • Wolfgang Kautz (Potsdam) durfte sich über eine Große Goldmedaille für „ein prachtvolles Delphinium- und Paeoniensortiment in überwiegend hervorragender Qualität“ freuen
  • das Rosengut Langerwisch (Langerwisch) erhielt die Große Goldmedaille für „eine breite Palette an Beet- und Balkonpflanzen in überwiegend sehr guter Qualität“
  • Gartenbau Rüdiger Winde (Schönborn) bekam den Ehrenpreis des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg für „die vielfältige, qualitativ hochwertige Bepflanzung von künstlerisch bemalten Schubkarren“
  • ein weiterer Ehrenpreis des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg wurde Hermann Rothe Gartenbau (Berlin) für „ein breites Sortiment an Beet- und Balkonpflanzen in herausragender Qualität“ verliehen
  • außerdem wurde Peter Marseille Kulturpilze (Leichlingen) mit dem Ehrenpreis des Landesverbands Gartenbau Thüringen für „ein ungewöhnliches Pilzsortiment mit sehr exotischen Gattungen“ ausgezeichnet
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