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Agrarbericht: Die Ertrags-Lage hat sich verbessert

Eine positive Bilanz für die Entwicklung der Landwirtschaft innerhalb der letzten vier Jahre konnte Bundesagrarministerin Ilse Aigner im aktuell vorliegenden Agrarpolitischen Bericht 2011 ziehen. Nachdem der Bericht bis 2007 jährlich erstellt wurde, bezieht er sich nun erstmals auf einen Vierjahreszeitraum, mit dem der Fokus stärker auf die mittelfristige Entwicklung gelegt werden soll. Mit Blick auf die erzielten Gewinne zeigt das Papier für den Gartenbau ein positives Ergebnis in den Jahren 2009/2010.

Im Vergleich zum Vorjahr erzielten die Betriebe eine Ertragssteigerung um 3,9 Prozent auf durchschnittlich 45.828 Euro, die im Wesentlichen durch eine Preisverbesserung in wichtigen Sortimenten, höhere Erträge und intensivere Bewirtschaftung der Flächen zurückzuführen sei.

Ganz anders stellte sich die Lage im Obstbau dar, der mit 30,3 Prozent erhebliche Einbußen im Vergleich zu 2008 hinzunehmen hatte. Der durchschnittliche Gewinn je Unternehmen sank hier auf 28.134 Euro.

Neben Preisschwankungen und Witterungseinflüssen sind nach Einschätzung von Aigner weiter steigende Produktionskosten, unter anderem aufgrund des hohen Ölpreises ebenfalls ein nicht zu vernachlässigendes Kriterium in der Bewertung der betrieblichen Situation. So verzeichnete der Gartenbau laut Agrarbericht im Wirtschaftsjahr 2009/10 einen deutlichen Anstieg des betrieblichen Aufwandes auf durchschnittlich 57.512 Euro je Unternehmen, was einer Steigerung um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Ausgehend von der Betriebsgröße zeigt der Bericht für den Gartenbau im Verlauf der vergangenen vier Jahre ein relativ stabiles Bild. So belief sich die durchschnittliche Flächengröße je Unternehmen im Wirtschaftsjahr 2009/10 auf 4,9 Hektar. Eine deutliche Zunahme verzeichnet der Arbeitskräftebesatz bezogen auf einen Hektar Landwirtschaftlicher Nutzfläche.

Nachdem die Zahlen hier im Zeitraum 2007 bis 2009 gesunken waren, wurde im Wirtschaftsjahr 2009/10 mit durchschnittlich einer AK/ha wieder das Niveau der Jahre 2006/7 erreicht. Ihre Leistungskraft stellte die Landwirtschaft im Jahr 2009 mit einer erzielten Bruttowertschöpfung von rund 140 Milliarden Euro unter Beweis, was einem Anteil von 6,5 Prozent der Wertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche entspricht, so Ministerin Aigner. (ks)