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Agrarhaushalt steigt 2017 um sieben Prozent

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Der Haushalt des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) sieht für 2017 erstmals Ausgaben in Höhe von über sechs Milliarden Euro vor – sieben Prozent mehr als in diesem Jahr. Das Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE) wurde zudem um 35 Millionen Euro auf 55 Millionen Euro erhöht.

Die Beregnungsförderung bleibt im Förderkatalog des Bundes. Foto: WikiMediaImages/Pixabay

Bereich „Nachhaltigkeit, Forschung und Investitionen“ deutlich aufgestockt

Im Detail zeigt sich bei den einzelnen Ausgabenbereichen die deutlichste Aufstockung im Bereich „Nachhaltigkeit, Forschung und Investitionen“ mit einem Plus von 73,3 Millionen Euro, das sind 30,7 Prozent mehr gegenüber 2016. Profitieren werden davon – neben dem genannten Bundesprogramm Ländliche Entwicklung – die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) mit einem Plus von 35,7 Millionen Euro (plus 33,5 Prozent).

„Energieeffiezienz in Landwirtschaft und Gartenbau“ erhält eine Erhöhung von zehn Millionen Euro (plus 66,7 Prozent) und der Ökologische Landbau/Nachhaltige Landwirtschaft bekommt drei Millionen Euro mehr (plus 17,6 Prozent). Im Bereich „Innovationsförderung“ gibt es 14,4 Millionen Euro mehr (plus 36,9 Prozent).

Beregnungsförderung bleibt im Förderkatalog des Bundes

Von einem Verhandlungserfolg spricht Staatssekretär Andy Becht aus dem rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsministerium, weil es gelungen sei, den Bund-Länder-Planungsausschuss für Agrarstruktur und Küstenschutz (PLANAK) davon zu überzeugen, die Beregnungsförderung weiterhin im Förderkatalog des Bundes zu behalten. Auch wenn diese Förderung in den vergangenen Jahren nur wenig genutzt wurde, sei sie gerade für den rheinland-pfälzischen Gemüseanbau von besonderer Bedeutung.

„Mit einer gemeinschaftlichen Beregnung wird die Wettbewerbsfähigkeit unseres Gemüseanbaus verbessert und Wasser ressourcenschonend entnommen und ausgebracht. Damit werden auch jede Menge positive Umwelteffekte erreicht“, unterstrich Becht. Die Weiterführung der Beregnungsförderung ist zunächst bis zum 31. Dezember 2018 befristet.

Auch der zweite rheinland-pfälzische Antrag, die Förderung von Maschinen und Geräten zur mechanischen Unkrautbekämpfung, werde weiter diskutiert.