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Agrobusiness Niederrhein will 2012 weitermachen

„Wir hätten gerne noch mehr Partner und würden auch in die europäische Dimension vordringen. Zu überdenken ist auch, ob wir uns nicht als Verein organisieren wollen“, Johannes Giesen, Vorsitzender der Initiative, schilderte die weitere Zukunft des Netzwerkes Agrobusiness Niederrhein bei einer Pressekonferenz in Straelen.

Bis Ende des Jahres läuft noch die dreijährige finanzielle Unterstützung mit 760.000 Euro, die sich das Land mit der EU, die Kreise Kleve, Wesel, Viersen, der Rhein-Kreis Neuss sowie die Städte Krefeld und Mönchengladbach teilen.

Aber auch 2012 wird die Initiative definitiv weiterarbeiten, ist sich Giesen sicher. Mit starken Partnern an der Seite könne man sich finanziell auch selber tragen. Derzeit hat die Netzwerkinitiative, die sich um die Förderung der wirtschaftlichen Perspektiven und die Absatzchancen der Agro-Branche kümmert, 85 Partner.

Davon mehr als 50 Unternehmen aus dem Gartenbau, dazu Banken, vor- und nachgelagerte Bereiche wie Logistik und Vermarktung, sowie Wissenschaft und Forschung, Kommunen und Städte. Die Teilnahme an der Floriade in Venlo 2012 wird ein Schwerpunkt im kommenden Jahr werden, informierte Geschäftsführerin Martina Reuber.

Unter dem Dach eines nordrhein-westfälischen Beitrages, der von der NRW-Landesregierung gefördert wird, beteiligt sich auch die Netzwerk-Initiative. Eine Bühne mit Aktionen, um spielerisch den Dialog mit dem Publikum zu suchen, ist geplant. Vorgesehen sind weiterhin in diesem Jahr noch Unternehmertreffs, wobei es um den Einsatz von Drohnen bei Düngung und Pflanzenschutz sowie um die mobile Datenkommunikation geht.

Eine zweite Auflage des Zukunftsforums findet im Oktober statt. Eine Hausmesse bei einem der Partnerunternehmen ist zum Vorstellen und Kennenlernen der Produkte oder Dienstleistungen in zwangloser Atmosphäre im September vorgesehen.

Nicht weiter gekommen ist momentan das Netzwerk Agrobusiness mit dem Masterplan der großen Agroparks. Ihre Arbeit sei mit Erstellen der Konzepte und Aufzeigen der Möglichkeiten getan, so Reuber.

Jetzt liege der Ball im Spielfeld der Kommunen. Diese haben die Planungshoheit, das Netzwerk habe seine Arbeit erstmal abgeschlossen. Wie sich Goch, Weeze, Kevelaer, Geldern und Straelen jetzt jeweils zu einen Agrocluster in ihren Gemeinden entscheiden, bleibe abzuwarten.

Ein weiterer Schwerpunkt für die Initiative ist die Bildung. Zur Euregionalen Berufsbildung soll es noch im Juli eine Veranstaltung mit Gartenbaubetrieben geben.

Auch ist an der Hochschule Rhein-Waal in Kleve in der Fakultät Life Sciences zum nächsten Wintersemester neben der „Sustainable agriculture“, der nachhaltigen Landwirtschaft, nun ein weiterer Bachelorstudiengang mit „Agribusiness“ eingerichtet. Beide übrigens in englischer Sprache.