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AK Spargel: Von Folieneinsatz bis Pflanzenschutz

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Eine vollgepackte Agenda erwartete den Arbeitskreis Spargel zur Tagung im Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzen (IGZ) in Großbeeren bei Berlin. Im Fokus standen die drei Schwerpunktthemen „Folieneinsatz“, „Nährstoffe und Bewässerung“ sowie „Hygiene und Pflanzenschutz“.

Der Anbau von Spargel im Folientunnel bringt viele Vorteile mit sich.

Arbeitskreis Spargel widmet sich dem Folieneinsatz

Der Arbeitskreis setzt sich aus Vertretern der Fachgruppe Gemüsebau zusammen, die sowohl im Bundesausschuss Obst und Gemüse (BOG) als auch im Zentralverband Gartenbau (ZVG) verankert ist. Besonders dem Folieneinsatz widmeten sich die Teilnehmer eingehend.

„Ohne diese Technik wäre der Spargelanbau in Deutschland in vielen Regionen nicht möglich“, betonte der Vorsitzende des Arbeitskreises Joachim Ziegler. Argumente wie Bodenschutz, Ernteverfrühung, Ertragssicherung und Qualitätserhöhung des Spargels sprächen für das Arbeitsverfahren. Auch die Verbesserung der Wasser- und Nährstoffeffizienz stelle dabei einen wichtigen Aspekt dar.

Dank Folie weniger Herbizide und keine Erosion durch Wind

Bei Folieneinsatz entfällt außerdem die Beregnung in der Erntezeit, außerdem unterbindet das Verfahren die Bodenerosion durch Wind. Außerdem können Spargel-Produzenten durch gezieltes Folienmanagement den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln vermindern. Nachhaltigkeit spielt für den Arbeitskreis eine wichtige Rolle.

„Wenngleich auch der zunehmende Einsatz von Plastik ein umstrittenes gesellschaftspolitisches Thema ist, kann derzeit nicht bestätigt werden, dass durch den Folieneinsatz in der Landwirtschaft und im Gartenbau ein Umweltrisiko ausgeht“, heißt es in einer ZVG-Meldung weiter.

IGZ: Nährstoffmangel bei Spargelpflanzen

Damit die Spargelspezialberater in Zukunft noch mehr Wissen zum Nährstoffmangel weitergeben und Mangelsituation noch besser analysieren können, stellte das IGZ den Abschlussbericht zu den entsprechenden Symptomen vor.

Abschließend präsentierte das Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) aktuelle Untersuchungsergebnisse zur Betriebs- und Feldhygiene. Die Experten schilderten die Notwendigkeit, scharfe Erntemesser einzusetzen und das Waschwasser mehrmals am Tag zu wechseln.

Evaluierungsstudie zum Virusbefall bei Spargel

Der letzte Waschvorgang sollte mit Wasser, das Trinkwasserqualität aufweist, erfolgen. Ergänzend stellten Mitarbeiter des Julius Kühn Instituts (JKI) die Ergebnisse einer Evaluierungsstudie zum Virusbefall bei Spargel vor. Das Ziel der JKI-Arbeiten liegt in der Übertragung der Asparagus AV-1 Resistenz aus der Wildform in den Kulturspargel.

Abgerundet wurde die Tagung mit Betriebsbesichtigungen bei den Spargelbetrieben Jürgen Hoffmann in Diedersdorf und Karl-Ludwig Syring in Beelitz- Zauchwitz.