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ALB: Baumfällungen in Bayern erfolgreich

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Die Baumfällungen im Münchner Stadtteil Waldperlach haben Erfolg gezeigt: Wie die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) mitteilt, konnten nach Abschluss der Fällaktion keine weiteren Anzeichen für einen Befall mit dem gefürchteten Asiatischen Laubholzbockkäfer gefunden werden. Insgesamt rund 130 Laubgehölze mussten von den betroffenen Privatgrundstücken in Waldperlach entfernt werden.

Gefürchteter Quarantäne-Schädling: der Asiatische Laubholzbockkäfer. Foto: LfL

Waldperlach: keine weiteren ALB-Befallsmerkmale

Auch bei der anschließenden Untersuchung der Holzproben im Freisinger Quarantänelabor konnten keine weiteren ALB-Befallsmerkmale gefunden werden, teilt die LfL mit. Die Anfang und Ende September durchgeführte Baumfällaktion wurde von der LfL und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten veranlasst, nachdem am Rande des Putzbrunner Waldes eine Larve des gefürchteten Quarantäne-Schädlings gefunden worden war.

Gefällt und untersucht wurden 16 Laubbaumgattungen im Radius von 100 Metern um den befallenen Ahorn – zunächst auf der Waldfläche und anschließend in den betroffenen Privatgärten. Während in dem bereits befallenen Baum noch ein weiteres Exemplar des Asiatischen Laubholzbockkäfers gefunden wurde, waren darüber hinaus zum Glück keine weiteren Bäume befallen.

Baumfällaktionen zeigen auch in Neubiberg Wirkung

Auch in Neubiberg haben die Baumfällungen laut LfL Wirkung gezeigt. Nach der dritten Fällaktion vom 22. bis 30. September gab es auch hier keine neuen ALB-Funde. Die LfL wertet dies als eindeutigen Beleg, dass der punktuelle Befall mit dem Asiatischen Laubholzbockkäfer in Neubiberg ausgerottet werden kann.

Die weiteren Maßnahmen konzentrieren sich in den Befallsgebieten jetzt insbesondere auf dem Monitoring, informiert die LfL. So werden die Besitzer von Laubbäumen in der Quarantänezone gebeten, ihre Gehölze bis Ende Oktober mindestens einmal sowie vom Laubfall bis zum Neuaustrieb im Frühjahr – also von November bis März – noch insgesamt zweimal auf ALB-Befallsanzeichen zu überprüfen.

LfL bereitet intensive Monitoring-Maßnahmen vor

Die Landesanstalt für Landwirtschaft selbst bereitet derzeit ein intensives Monitoring zum Asiatischen Laubholzbockkäfer vor, bei dem unter anderem geschulte Baumkletterer und ALB-Spürhunde eingesetzt werden. Erst wenn in den kommenden vier Jahren bei intensiver Suche keine weiteren Spuren des Quarantäne-Schädlings gefunden werden, kann die Quarantänezone aufgehoben werden.