Alle News

ALB in Ziemetshausen, CLB in Pistoia

, erstellt von

Der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB) ist in Ziemetshausen-Schönebach noch nicht ausgerottet. In einer Pheromonfalle im Befallsgebiet entdeckten die Kontrolleure unlängst ein Käferweibchen.

Im Befallsgebiet Ziemetshausen-Schönebach werden die Monitoring-Maßnahmen gegen den Asiatischen Laubholzbockkäfer verstärkt. Foto: LfL

Monitoring-Maßnahmen im Befallsgebiet intensiviert

Wie die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) meldet, wurde der Quarantäneschädling Ende August bei der zweiten Kontrolle der Lockstofffallen in dieser Saison gefunden – im Außenbereich von Schönebach, nahe der Kapelle.

Daraufhin haben die zuständigen Behörden die Monitoring-Maßnahmen in diesem Gebiet gezielt intensiviert. Unter anderem suchen die Mitarbeiter der Landesanstalt für Landwirtschaft unterstützt von speziellen ALB-Spürhunden nach dem Ausbohrloch und weiteren Befallsmerkmalen des Asiatischen Laubholzbockkäfers.

Mehr Fallen gegen Asiatischen Laubholzbockkäfer

Darüber hinaus ist geplant, die Anzahl der Pheromonfallen zu erhöhen – bislang gab es 54 Lockstofffallen im Befallsgebiet – und diese ab sofort alle zwei statt wie bisher alle vier Wochen zu kontrollieren. Außerdem wurde das Kronen-Monitoring vorgezogen, bei dem Baumkletterer in Schönebach und Umgebung die Bäume auf Befallsmerkmale des Asiatischen Laubholzbockkäfers untersuchen.

Diesen Herbst werden in der Befallszone zudem die eingesetzten Fangbäume gegen 25 neue Ahornbäume ausgetauscht, teilt die Landesanstalt für Landwirtschaft mit, um das Käfer-Monitoring zu unterstützen.

Pistoia zieht erste Citrusbockkäfer-Bilanz

Erste Erfolge haben dagegen unterdessen die Maßnahmen zur Bekämpfung des Citrusbockkäfers (CLB) in Pistoia gezeigt, wie aus niederländischen Medienberichten hervorgeht. In dem italienischen Baumschulgebiet waren vor knapp einem Jahr Larven des Quarantäneschädlings gefunden worden.

Bereits in diesem Frühjahr war der zuständige Pflanzenschutzdienst davon überzeugt, dass sich der Käfer nicht außerhalb der Befallszone ausbreiten würde. Grund zu dieser Annahme habe gegeben, dass sich der Befall auf eine relativ kleine Zone von 11.000 Quadratmetern beschränke und die Bohrlöcher nicht älter als zwei Jahre waren.

Keine neuen Käferspuren

Der Pflanzenschutzdienst hatte die Befallszone in der toskanischen Provinz Pistoia, in der sich vier Baumschulen befinden, in diesem Jahr intensiv überwacht. Medienberichten zufolge wurden unter anderem rund 100 Lockstofffallen aufgestellt. Neue Käferspuren wurden demnach nicht gefunden.

Dennoch dürfen potenzielle Wirtspflanzen des Citrusbockkäfers nach wie vor weder aus der Befallszone aus- noch in diese eingeführt werden.