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Aleia: rote Rosen aus Spanien

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Ein Neueinsteiger im Schnittblumen-Sektor ist Aleia Roses. 2016 entstand der Betrieb im Norden Spaniens „auf der grünen Wiese“, die Gewächshäuser sind 15 Hektar groß. Vorausgegangen war eine dreijährige Suche in mehreren europäischen Ländern nach dem idealen Standort für den Anbau von Schnittrosen.

Erste Rosen im September 2016 gepflanzt

Kriterien bei der Standortsuche waren Licht und Temperatur sowie die Verfügbarkeit von Wasser und Arbeitskräften, erklärt Geschäftsführer Dirk Hogervorst. Auch sollte eine spätere Erweiterung möglich sein. Bei der Planung war die Universität Wageningen mit eingebunden. Wegen der umfangreichen Investitionen – das Unternehmen gibt über 50 Millionen Euro an – sei eine hohe Qualität das Produktionsziel.

Luis Corella Arroquia, Eigentümer und Präsident von Aleia Roses, hatte zuvor in Mexiko Tomaten im Gewächshaus produziert. Diesen Betrieb verkaufte der spanische Unternehmer und pflanzte im September 2016 in Nordspanien die ersten Rosen, seit Anfang 2017 wird in den 15 Hektar großen Gewächshäusern geerntet.

In Spanien erhalten die Kulturen 25 Prozent mehr Licht als in den Niederlanden, erklärt Hogervorst. Die von der niederländischen Firma Dalsem errichteten Gewächshäuser sind mit diffusem Glas eingedeckt.

Gartenbaulich isolierte Lage bringt Aleia Roses Vorteile

Der Betrieb von Aleia Roses im nordspanischen Garray liegt auf einer Höhe von über 1.000 Metern, das Klima sei eher kühl und trocken. Zur Wasserversorgung werden Niederschläge gesammelt, auch der Fluss Duero liefert den Angaben zufolge Wasser für die Rosen. Das Drainagewasser aus dem geschlossenen hydroponischen Bewässerungssystem wird aufbereitet und wiederverwendet.

Die gartenbaulich isolierte Lage bringt Vorteile im Hinblick auf die Pflanzengesundheit, sagt Hogervorst. Im Pflanzenschutz würden integrierte Verfahren eingesetzt, ein benachbartes Biomassekraftwerk liefere Kohlendioxid, Wärme und Strom.

Rund 40 Millionen Stiele pro Jahr

Die Lage des Betriebs ermögliche den Transport der Rosen nach Aalsmeer per Spedition innerhalb von 20 Stunden, die Autobahn sei nicht weit. Die Rosen stehen dabei auf Wasser und werden gekühlt, die Temperatur wird aufgezeichnet. Etwa 60 Prozent vermarktet Aleia Roses nach Auskunft von Hogervorst über die Uhr, den übrigen Teil direkt. Käufer seien Floristen und der gehobene Einzelhandel.

Die Jahresproduktion von Aleia Roses beziffert Hogervorst auf rund 40 Millionen Stiele.