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Allee des Jahres: Ahorn-Allee in Brandenburg

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Eine drei Kilometer lange Spitzahorn-Allee im Brandenburger Landkreis Barnim ist die Allee des Jahres 2018. Gekürt hat sie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der mit seinem bundesweiten Wettbewerb auf die Bedeutung von Alleen aufmerksam machen will.

„Großartiger Schmuck für die Straße“

Die Gewinner-Allee, die zwischen den Ortschaften Rüdnitz und Danewitz liegt und deren Bäume einen Umfang von bis zu drei Metern haben, „zeigt Gleichmäßigkeit aber auch Individualität, Ebenmaß und Charakter des einzelnen Baumes. Die majestätisch erscheinende Ahorn-Allee ist ein großartiger Schmuck für die Straße“, so die Begründung der Jury.

Für den Fotowettbewerb des BUND eingereicht hatte sie Dietmar Olonscheck, der sich mit seinem „Spitzahorn-Allee im leuchtenden Herbstkleid“ betitelten Gewinnerfoto gegen insgesamt 146 Einsendungen durchsetzen konnte.

Ausbau der majestätischen Spitzahorn-Allee im Gespräch

„An einem Herbsttag mit herrlichem Wetter fuhr ich mit dem Fahrrad diese Allee entlang. Es war ruhig hier, nur der Wind rauschte in den Baumkronen. Diese Ruhe wurde nur ab und zu durch ein vorbeifahrendes Auto unterbrochen“, erinnert sich Olonschek an die Entstehung seines jetzt preisgekrönten Fotos.

Die von ihm fotografierte Spitzahorn-Allee bildet mit ihren etwa 120 Jahre alten Bäumen über weite Strecken auf beiden Seiten geschlossene Baumreihen, die besonders für Insekten und Höhlenbrüter von großer Bedeutung sind. Dennoch ist ein Ausbau der Straße bereits seit mehreren Jahren im Gespräch.

Fällung der Alleebäume gerichtlich verhindert

„Wie die Jury erst später erfuhr, machte die Allee auf dem Siegerfoto vor einigen Jahren schon einmal Schlagzeilen. 2007 sollten sämtliche Bäume gefällt und die Straße grundhaft ausgebaut werden. Eine gerichtliche Entscheidung hatte damals die Fällung verhindert“, erklärt Katharina Dujesiefken, Expertin für Baum- und Alleenschutz beim BUND.

Erst kürzlich ausgebaut wurde die von Markus Lenk aus Bayern fotografierte „Allee in Bisdamitz auf Rügen“, dabei blieben jedoch sämtliche Bäume erhalten. Beim BUND-Fotowettbewerb landete das Bild, das zeigt, wie die Allee harmonisch die Straßenwindungen begleitet und den Blick zum Licht leitet, auf dem dritten Platz.

Jury vergibt Sonderpreis

Platz zwei belegt das von Dieter Rockser aus Rheinland-Pfalz eingereichte Foto „Spaziergang im Frühling“, das eine vier Kilometer lange Allee blühender Wildkirschen zwischen Roderbirken und Roderhof zeigt.

Darüber hinaus vergab die Jury in diesem Jahr noch einen Sonderpreis für das Foto „Einbruch der Nacht auf der Landstraße Werder – Altentrepow“ von Eckhard Wolfgramm. Nach Auffassung der Jury zeigt das Bild „den Gegensatz zwischen den organischen Formen der Alleebäume und den starren Formen der Windkraftanlagen. Damit wird die Bedeutung der Alleen für das Landschaftsbild in besonderer Weise dargestellt.“

Auszeichnung zum „Tag der Allee“

Mit dem Fotowettbewerb und der Auszeichnung „Allee des Jahres“ will der BUND auf die kulturhistorische und ökologische Bedeutung der heimischen Alleen aufmerksam machen. Die alljährlich zum „Tag der Allee“ am 20. Oktober stattfindende Kür der „Allee des Jahres“ soll Städte und Gemeinden zum Schutz und zur Pflege der Alleebäume als besondere Landschaftselemente anregen.