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Alte Lindensorte aus dem Reagenzglas für Allee

Wie lassen sich Bäume für die gartenarchitektonisch einmalige, 300 Jahre alte Lindenallee am Schloss Bothmer in Mecklenburg-Vorpommern nachpflanzen, wenn es die damals gesetzte Sorte ‘Konings’ nicht mehr gibt? Wie die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet, kommt zu dieser Frage Hilfe von Klonforschern des In-vitro-Labors der Humboldt-Universität in Berlin. 

Linden seien von besonderem wissenschaftlichen Interesse, denn sie machen Schwierigkeiten. „Sie bilden nur sehr schwer Wurzeln“, so Klonforscher Matthias Zander. Je älter der Ursprungsbaum, desto schwieriger werde es mit der Wurzelbildung. Außerdem gibt es Ausfälle durch Pilze und Bakterien von den Herkunftsbäumen.

Im Fall der Bothmer-Linden waren Anfang 2014 von mehreren hundert Reagenzgläsern mit Zellmaterial aus Blattknospen rund 80 Pflanzen übrig geblieben. Sie sind inzwischen 80 Zentimeter groß und benötigen bis zur Pflanzung noch etwa zehn Jahre. (ts)