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Alternative: Höhere Erträge bei Gurken

Gurken im Gewächshaus auf Substrat am "Hohen Draht" erzielen mit 200 bis 220 Gurken pro Quadratmeter deutlich höhere Erträge als die Standardverfahren. Pflege und Arbeitszeitaufwand sind allerdings eindeutig höher. Das ist das Ergebnis eines vierjährigen Forschungsprojektes des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG).

Bei diesem Projekt wurde das Anbauverfahren von Gurken am "Hohen Draht" mit einer Spanndrahthöhe von 3,40 Meter hinsichtlich Ertragsleistung, Arbeitszeitaufwand und Wirtschaftlichkeit mit den Standardanbauverfahren (Spanndrahthöhe 2,20 Meter) verglichen. Trotz des höheren Pflegeaufwands führte der Anbau am "Hohen Draht" zu einer Verbesserung der Deckungsbeiträge um fast ein Drittel.

Die Investitionskosten für die Umstellung von einem Hektar Standardverfahren auf den Gurkenanbau am "Hohen Draht" betragen 70.000 bis 80.000 Euro. Bei steigenden Energiekosten ist das Verfahren am "Hohen Draht" eine wirtschaftliche Alternative zu den gegenwärtigen Standardverfahren. Allerdings mangelt es an guten Spezialsorten. Problematisch ist das Risiko von Ertragsausfällen durch Stängel- Botrytis.

Die vollständigen Ergebnisse des Projektes wurden unter dem Titel "Gurken am ,Hohen Draht'" in Heft 11/2010 der Schriftenreihe des LfULG veröffentlicht.

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