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Alternative zur Plastikvermeidung: Kräuter im Pottburri-Topf

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Innovationen braucht der Markt, am besten solche, die genau den Zeitgeist treffen – so zum Beispiel Methoden, die der Plastikflut entgegenwirken. Genau diesem Gedanken folgen die Löwers, die fünf Gartencenter nebst Eigenproduktion betreiben und sich in der Saison 2020 entschlossen, den überwiegenden Teil der Heil- und Gewürzpflanzen im Pottburri zu kultivieren.

Pottburri-Topf: stabil, unverformt und verkaufsfreundlich. Foto: Norbert Elgner

Pottburri-Töpfe zerfallen nahezu vollständig

Beim Pottburri handelt es sich um einen Kulturtopf, hergestellt aus Sonnenblumenschalen, die als Abfallprodukt bei der Gewinnung von Sonnenblumenkernen anfallen. Durch Zusätze weiterer Komponenten wie Steinpulver entsteht ein Granulat, mit dem sich Kulturtöpfe im Spritzgussverfahren herstellen lassen. Sie sind stabil, lassen sich bedrucken, sind topfmaschinentauglich und für ein maschinelles Rücken geeignet. Das Entscheidende liegt in ihrer vollständigen Abbaufähigkeit. Eingepflanzt in Erde, zerfallen sie in vier bis fünf Monaten nahezu vollständig. Es wird dem Konsumenten empfohlen, den Topf beim Einpflanzen etwas aufzureißen oder zu knacken, um das Einwurzeln der Pflanzen zu erleichtern.

Pflanzen wachsen in den Töpfen ganz normal heran

In Bezug auf Kulturtechnik und -methode hat Martin Löwer, der für die Produktion zuständig ist, mit Kräutern im Pottburri keine besonderen Schwierigkeiten festgestellt. Die Pflanzen wachsen in den Töpfen ganz normal heran. Stabilität und Haltbarkeit der Töpfe reichen während der Kultur und bis zum Verkauf völlig aus. Auch eine frostfreie Überwinterung, etwa bei Lavendel, ändert nichts daran. Stehen die Töpfe allerdings zu lange Topf an Topf, so setzt der Abbauprozess etwas früher ein.

Zu kurz sei in der Saison 2020 die Information der Kunden über die besonderen Vorteile der neuen, abbaubaren Töpfe sowohl am POS, als auch in der Werbung gekommen. Nicht zuletzt lag dies auch an den vielen zusätzlichen Maßnahmen, die wegen der Corona-Pandemie in den Unternehmen getroffen werden mussten. In puncto PR will Löwer in diesem Jahr mehr tun, schließlich sei mit dem Pottburri eine massive Plastikeinsparung verbunden. Neben diesem Verkaufsargument geht es vor allem darum, dem Kunden zu erklären, dass die Pflanzen samt Topf ausgepflanzt werden können, ja sogar sollten. Denn dieser verrottet im Boden, ohne schädliche Rückstände zu hinterlassen.

Hinweise zum Umgang mit Pflanzen im Pottburri sinnvoll

Ohne diese Aufklärung, den Topf mit einzupflanzen, ist stark zu vermuten, dass der Großteil der Konsumenten die Pflanzen wie gewohnt vor dem Einpflanzen austopfen. Dann jedoch stellt sich die Frage: Wohin mit dem Pottburri? Es liegt nahe, ihn im Gelben Sack zu entsorgen, wo er aber in keinem Falle hingehört. Ebenso wenig in die Biotonne. Schließlich bleibt als Entsorgungsort nur die Graue Tonne übrig, sollte kein Komposthaufen im Garten zur Verfügung stehen. Von daher sind entsprechende Hinweise zum Umgang mit Pflanzen im Pottburri in der Print- und/oder Online-Werbung sowie am POS in Form von Poster, Flyer, Banner oder Roll-ups die richtigen Instrumente, um zu vermitteln, was hinter der innovativen, plastikeinsparenden Idee steht.

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