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Altersrente rückwirkend bis 31. März beantragen

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Wer sein Unternehmen nicht abgegeben hat, jedoch Regelaltersgrenze und Wartezeit für eine Altersrente von der Landwirtschaftlichen Alterskasse (LAK) erreicht hat, kann diese frühestens ab 1. September 2018 rückwirkend erhalten – wenn der Antrag noch bis zum 31. März gestellt wird.

Stellen Versicherte einen Antrag auf Regelaltersrente, erhalten sie die notwendigen Antragsunterlagen von der Landwirtschaftlichen Alterskasse zugeschickt. Foto: Pixabay

Antrag für Altersrente formlos möglich

Landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche und gärtnerische Unternehmer, deren Ehegatten sowie mitarbeitende Familienangehörige erhalten auf Antrag eine Regelaltersrente, wenn sie die Regelaltersgrenze erreicht und die Wartezeit von 15 Jahren erfüllt haben. Darauf weist die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hin.

Wie die SVLFG erläutert, kann der Antrag dafür formlos gestellt werden. Die Landwirtschaftliche Alterskasse schicke daraufhin die Antragsunterlagen zu. Über die zu erfüllenden Voraussetzungen für eine Altersrente informiert die Kasse auf der Website der SVLFG unter > Leistung > Leistungen der Alterssicherung > Renten.

Rente kann sich auf Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag auswirken

Ein Rentenbezug von der Landwirtschaftlichen Alterskasse kann sich allerdings auf den Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag auswirken, führt der Sozialversicherungsträger weiter aus. Neben Beiträgen aus der LAK-Rente sind unter Umständen auch Beiträge aus außerlandwirtschaftlichen, selbstständigen Erwerbstätigkeiten, weiteren Renten und Versorgungsbezügen zu zahlen.

Diese Beiträge könnten insgesamt höher ausfallen als die zu erwartende Rente. Die LAK empfiehlt daher, sich vor der Antragstellung von der Krankenkasse beraten zu lassen.

Landwirtschaftliche Alterskasse informiert über potenziellen Anspruch

Die Landwirtschaftliche Alterskasse beabsichtige, nun alle Versicherten anschreiben, die mindestens einen Beitrag zur LAK gezahlt und die Regelaltersgrenze erreicht haben, aktuell noch Landwirt sind und bisher noch keinen Rentenantrag gestellt haben. Sie würden dabei über ihren potenziellen Anspruch informiert.

Bevor der Deutsche Bundestag im Dezember 2018 die Hofabgabepflicht abgeschafft hat, waren Gartenbau-Unternehmer oder Landwirte gezwungen, ihren Hof abzugeben, bevor sie in den Genuss einer gesetzlichen Altersrente kamen. Diese sogenannte „Hofabgabeklausel“ im Rahmen des Gesetzes über die Alterssicherung der Landwirte hatte das Bundesverfassungsgericht zuvor in seiner Entscheidung vom 9. August bereits teilweise gekippt.