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„An der Uhr sieht man nie alle Produkte“

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Der neue Verkaufskanal der Plantion für zusätzliche Produkte soll das One-Stop-Shopping-Konzept für Händler stützen. Über den „Plantion Digitale Marktplaats“ (PDM) können Anlieferer auch Nischenprodukte anbieten, die nicht an der Versteigerungsuhr zu haben sind. TASPO-Redakteurin Renate Veth sprach mit Blumenhändler Paul Janssen (Bloemenshop Veja in Bemmel).

Wie wirkt sich das Angebot von Nischenprodukten aus und sind auch Gartencenter angesprochen?

„An der Versteigerungsuhr sieht man nie alle Produkte eines Züchters, aber im digitalen Marktplatz kann man das gesamte Angebot sehen. Ich kaufe beispielsweise Gerberas von Züchter Holstein, aber er bietet nur eine begrenzte Anzahl an Farben an der Versteigerungsuhr an. Wenn ich eine ganz bestimmte Bestellung aufgeben möchte, kann ich über den digitalen Marktplatz Gerberas in jeder Farbe und in jeder Menge einkaufen.“

„Man kann individuelle Mengen abnehmen, wodurch der Frischegrad im Geschäft hoch bleibt. Für mich ist das eine ideale Ergänzung zur Versteigerungsuhr, auch wenn diese für mich weiter im Vordergrund steht. Schließlich kann man die Produkte dort mit den eigenen Augen sehen. Preistechnisch ist der digitale Marktplatz sehr interessant für kleinere Einzelhändler. Man kann nämlich zu Versteigerungspreisen maßgeschneidert einkaufen. Für größere Wiederverkäufer ist der Mehrwert geringer, da sie größere Mengen einkaufen.“

Inwieweit wird hier auch regionale oder Bio-Ware gespielt?

„Die Zahl der Züchter auf dem digitalen Marktplatz wird in den kommenden Monaten schnell zunehmen, und damit auch das Angebot. Die Zertifizierung der Züchter wird im digitalen Marktplatz von Plantion angegeben. Für Einzelhändler ist es sehr interessant, auch Produkte dieser Art digital einkaufen zu können, da es eine Nachfrage danach gibt.“

Wo sehen Sie die Zukunft für einen digitalen Marktplatz in Abgrenzung zum stationären Handel und was verstehen Sie genau darunter?

„Ich bin sicher, dass der digitale Marktplatz bei Plantion neben der Versteigerungsuhr immer wichtiger wird. Jeder Blumenhändler, der einmal digital einkauft, wird das immer wieder tun. Der digitale Marktplatz wird die Versteigerungsuhr aber niemals ganz ersetzen können. Wenn man beispielsweise Saisonprodukte einkauft, möchte man diese doch zuerst mit eigenen Augen betrachten.“