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Anbauerhebung bei deutschen Zierpflanzenbetrieben: höhere Produktionsmengen bei B&B 2010 geplant

In der Herbstbefragung 2009 der Produktions- und Wirtschaftstendenzen im Zierpflanzenbau (PWZ) meldeten die fast 470 teilnehmenden Zierpflanzenbetriebe insgesamt eine Gewächshausfläche von fast 310 Hektar und Freilandflächen von 480 Hektar für die Zierpflanzenproduktion. In der Summe wurden für 2009 fast 110 Millionen Beet- und Balkonpflanzen in Normalgröße (ohne Solitär und anderes) gemeldet. Die fünf wichtigsten Einzelprodukte machten 2009 mehr als die Hälfte der erfassten Produktion an Beet- und Balkonpflanzen aus. Viola wurde mit rund 22 Millionen Stück von den Teilnehmern am häufigsten produziert. Daneben wurden 1,5 Millionen Beet-/Balkon-Solitärpflanzen angebaut, davon waren über 40 Prozent Ampelpflanzen, ein Drittel Stämmchen und ein Viertel Büsche. Für 2010 ist eine Anhebung der Produktionsmenge von Beet- und Balkonpflanzen um fast vier Prozent geplant gegenüber 2009. Die geplante Ausweitung geht im Wesentlichen auf eine Mehrproduktion bei Primeln, Bellis und Geranien zurück. So soll allein die Anbaumenge von Primula acaulis 2010 um acht Prozent steigen. Bedeutende Verlierer sind wie im vergangenen Jahr Tagetes und Impatiens walleriana, bei denen die Produktion 2010 um jeweils zehn Prozent geringer ausfallen soll. In der Herbsterhebung 2009 wurden Einschätzungen zum Absatz von Pelargonien 2009 im Vergleich zum Vorjahr sowie Details zur Planung von Produktion und Vermarktung von Pelargonien im Jahr 2010 erfragt. Zum Großteil der erfassten Pelargonien liegen Daten zu Topfgröße, Farbe und Vermarktungszeitraum vor. Der Absatz von Pelargonien wurde 2009 im Vergleich zum Vorjahr von den Betrieben überwiegend positiv eingeschätzt. Mehr als ein Viertel der Betriebe meldete einen besseren Absatz als 2008, etwa 15 Prozent beurteilten den Absatz schlechter. Betriebe mit einer größeren Produktion von Pelargonien bewerteten die Absatzsituation 2009 im Vergleich zu 2008 besser als Betriebe mit geringem Pelargonienanbau. Wichtigster Absatzmonat für Geranien soll der Mai 2010 sein, die Bedeutung des Aprils nimmt jedoch seit Jahren tendenziell zu. Neuauflage der Anbauerhebungen. Die Marktanalyse Zierpflanzen, ehemals Konjunktur- und Investitionstest, konnte durch die Liquidation der ZMP nicht mehr durchgeführt werden. Den bisherigen Nutzern fehlte damit zum ersten Mal seit mehr als drei Jahrzehnten ein wichtiger Informationsbaustein. Die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) hat sich zur Aufgabe gestellt, die Lücke zu schließen. Für den Zierpflanzenbau wird es daher eine Fortsetzung der Erhebung geben, die die Anbauentwicklung, das Investitionsverhalten und den Geschäftsverlauf deutscher Zierpflanzenbetriebe analysiert. Die Erhebung trägt den Namen "Produktions- und Wirtschaftstendenzen im Zierpflanzenbau" und wird mit finanzieller Unterstützung der öffentlichen Hand durchgeführt. Ergebnisse aus der ersten Herbsterhebung finden sich im Beitrag oben. Maurice Hanke betreut seit Anfang August den Bereich Blumen/Zierpflanzen bei der AMI.