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ANITA tauscht keine Europaletten mehr

Der italienische Transportverband ANITA (Associazione Nazionale Imprese Trasporti Automobilistici) hat im Mai entschieden den Tausch von EPAL-Paletten (European Pallet Association) einzustellen. Der Verband will künftig mit Chep kooperieren, um den Markt zu anderen Formen des Paletten-Managements zu bewegen, heißt es in einer Pressemeldung. Die Mitglieder sollen sich wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, Arbeitsabläufe wirtschaftlicher gestalten und Lehrfahrten reduzieren, anstatt viel Geld und Zeit in den Tausch der Paletten zu investieren, lautet die Begründung des Verbandes. Als weitere Kritikpunkte führt er mangelnde Hygiene und damit einhergehende Gesundheitsrisiken an. Kritik am offenen Tauschpool kam auch von Fedespedi, einem weiteren Verband italienischer Speditionsuntenehmer. Dieser äußerte seine Unzufriedenheit über die versteckten Kosten, etwa für Instandsetzung, Reparaturen und Verluste. Außerdem lasse die Qualität der Tauschpaletten zu wünschen übrig. Kurzfristig wird die Entscheidung des italienischen Verbandes keine Auswirkungen haben, äußert Dr. Gerd Müller-van Ißem, Geschäftsführer des Industrieverbandes Gartenbau gegenüber der TASPO. Auswirkungen werden aber kommen. Am 25. September, anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Kooperationsprojektes SynLOG, Lieferantenlogistik für Handel und Industrie, wird es eine Podiumsdiskusion zum Thema Palettenpool geben.