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Apfelbranche: Neuseeland geht mit neuen Sorten in die Offensive

Angesichts der Krisenstimmung im neuseeländischen Kernobstsektor hofft Landwirtschaftsminister Jim Anderton auf Innovation in der Branche. Bei der Jahreskonferenz der Branchenvereinigung „Pipfruit NZ“ in der Stadt Napier erklärte Anderton, die Vermarktung innovativer Sorten des Unternehmens Prevar sei für die Zukunft sehr vielversprechend. Die neuen Sorten sollten sich auf den globalen Märkten klar abgrenzen und im Premiumsegment positionieren. An Prevar, einem Joint Venture, das über Patentfragen, Sorten- und Anbaurechte verwaltet, sind die Kernobstbranchen Neuseelands und Australiens ebenso beteiligt wie Forschungsorganisationen. Prevar hat bereits die Sorte ‘Sweetie’ als Nachfolger für ‘Gala’ und ‘Royal Gala’-Varietäten hervorgebracht, die den Erzeugern in den vergangenen Jahren teilweise keine kostendeckenden Erlöse mehr brachten. Gut gelaufen sei in den jüngsten Kampagnen die Sorte ‘Jazz’ des Branchenprimus ‘Enza’, eine Kreuzung aus ‘Braeburn’ und ‘Royal Gala’, für die im Premiumsegment aber nur relativ wenig Ware zur Verfügung stand. Anderton bezeichnete Sorten wie ‘Royal Gala’ und ‘Braeburn’ als Massenware, die einst an vorderster Front für neuseeländische Innovation gestanden hätten. Zudem bedrohten neue Lagertechnologien wie das Produkt „Smartfresh“ das Marktfenster für die Neuseeländer. Marktbeobachter gehen als Folge der schlechten Erlössituation im neuseeländischen Kernobstbau von umfangreichen Rodungen der Plantagen aus, die sich schon zur Ernte 2006 in einem geringeren Apfelangebot niederschlagen dürften.