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Appell: BdB besorgt über GAP-Reform

Die in der GAP-Reform für 2012 geforderte Anbaudiversifizierung und der angestrebte Greening-Anteil von sieben Prozent sind zwei für die deutsche Baumschulwirtschaft als äußerst problematisch anzusehende Punkte der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP). 

Die EU GAP-Reform stößt beim BdB auf Kritik. Foto: rido – Fotolia.com

Dies teilt jetzt der Bund deutscher Baumschulen (BdB) in einer Stellungnahme mit. Gemäß EU-Code sind sämtliche Baumschulkulturen als eine Fruchtart anzusehen, so der BdB. Obwohl also die Baumschulen innerhalb eines Betriebes unterschiedlichste Gehölze kultivieren, gelte dies nicht als Anbaudiversifizierung gemäß der geplanten GAP-Reform, fordert diese doch den Anbau von drei verschiedenen landwirtschaftlichen Kulturpflanzen für alle Betriebe größer als drei Hektar. „Wir appellieren daher an die Politik, diese Regelung noch einmal zu überdenken und in Bezug auf die Sonderkultur Baumschule eine Ausnahmeregelung zu finden“, so Karl-Heinz Plum, Präsident des Bund deutscher Baumschulen (BdB).

Ähnlich schwierig gestalte sich die Forderung nach einem Grünflächenanteil von sieben Prozent der beihilfefähigen Hektarfläche. Im Hinblick auf das knapper werdende Pachtland und die in diesem Zusammenhang steigenden Pachtpreise könnten die deutschen Baumschulen diese Vorgabe nach mehr ökologischen Vorrangflächen nur sehr schwer umsetzen. Im Gegenteil: Unter den momentanen Voraussetzungen müssten die Baumschulen davon ausgehen, regelmäßig eine bis zu siebenprozentige Reduzierung ihrer Kulturflächen hinzunehmen. Mit kurzfristigen Rodungsmaßnahmen in den Quartieren sei also zu rechnen. „Wir wünschen uns hier, dass die Baumschulen von dieser Vorgabe ausgenommen werden, zumindest aber, dass für Sonderkulturen ein geringerer Greening-Anteil festgeschrieben wird“, so Plum. (bdb)