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Appell: Gärtnerische Produkte gegen Klimawandel

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Ob tropische Hitze und monatelange Dürre, strenger Frost bis weit nach Ostern oder Tornados mitten in Deutschland – die Wetterkapriolen der letzten Monate haben deutlich gezeigt, dass der Klimawandel in Europa längst Einzug gehalten hat. Als Gegenmittel empfehlen Landgard und der Landesverband Gartenbau NRW mehr grüne Produkte.

„Mittel gegen den Klimawandel wachsen auf den Feldern der Gärtner“, sagen Eva Kähler-Theuerkauf und Armin Rehberg. Foto: Landgard

Grüne Produkte für die Zukunft

Auf den Feldern heimischer Gärtner wachsen effektive Hilfsmittel gegen die Auswirkungen des Klimawandels, sind der Gartenbau-Verband und die Erzeugergenossenschaft überzeugt. „Unsere 3.200 Mitgliedsbetriebe, davon 2.600 in Deutschland und über 1.600 Betriebe hier in der Kernregion NRW, setzen sich mit Leidenschaft gerade in witterungsbedingt schwierigen Zeiten dafür ein, tolle grüne Produkte für die Zukunft anzubauen“, so Armin Rehberg, Vorstandsvorsitzender der Landgard eG.

Trotz der lang anhaltenden Trockenheit mit ihren zum Teil verheerenden Folgen für den Gartenbau – von erhöhtem Produktionsaufwand über Kulturschäden bis hin zu Absatzproblemen – sei es den Mitgliedsbetrieben laut Rehberg „eine Herzensangelegenheit, Kunden und Verbrauchern auch in der kommenden Saison qualitativ hochwertige Blumen und Pflanzen sowie Obst und Gemüse aus erster Hand – gerade aus NRW –  unter ‚Deutschland schmeckt‘ und ‚Deutsche Gärtnerware‘ anbieten zu können.“

„Gartenbau darf nicht vergessen werden“

Voraussetzung dafür sei aber eine langfristig intakte Umwelt im Gleichgewicht. Entsprechend seien Themen wie Energiemanagement, verantwortungsvoller Wassereinsatz, biologischer Pflanzenschutz und Einsatz von Nützlingen aus dem modernen Gartenbau nicht mehr wegzudenken.

„Um dies aufrecht zu erhalten, braucht es aber manchmal auch unbürokratische, aber vor allem nachhaltige Unterstützung, nicht nach dem Gießkannenprinzip, sondern zielgerichtet“, betont der Vorstandsvorsitzende von Landgard. „Bei den aktuellen Diskussionen bezüglich der Dürreschäden und finanziellen Soforthilfen heute und morgen darf der Gartenbau nicht vergessen werden“, so der gemeinschaftliche Appell von Rehberg und der Präsidentin des Landesverbands Gartenbau NRW, Eva Kähler-Theuerkauf.

Einsatz der Betriebe honorieren

„Wichtig ist, dass der Einsatz der oft mittelständischen Familienbetriebe wertgeschätzt und honoriert wird – ob von Seiten der Verbraucher durch höhere Preise, von Städten und Kommunen durch mehr städtisches Grün oder durch politische Maßnahmen wie steuerliche Rücklagen zur Risikovorsorge. Denn klar ist: Nach der Dürre ist vor der Dürre – oder vor einem anderen Wetterphänomen wie Starkregen, Hagel oder Sturm“, ergänzt Nordrhein-Westfalens Gartenbau-Präsidentin.