Alle News

ARGE Baumschulforschung: immer wieder Pflanzenschutz

, erstellt von

Als Bindeglied und Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis versteht sich die ARGE Baumschulforschung. Sie fördert den Austausch zwischen Forschung, Beratung und der Baumschulwirtschaft und liefert Impulse für die immer wieder notwendige Anpassung der Betriebe.

Beim diesjährigen Treffen der ARGE Baumschulforschung stand unter anderem die Besichtigung des Kompetenzzentrums Gartenbau und Campus Klein-Altendorf in Rheinbach auf dem Programm. Foto: Gabriele Friedrich

Über 100 Teilnehmer zum 50. Jubiläum

Gewöhnlich treffen sich einmal im Jahr knapp 40 Teilnehmer, um die aktuellen Forschungs- und Versuchsvorhaben vorzustellen und zu beraten, so Dr. Kristina Haage, Vorsitzende der ARGE Baumschulforschung. In diesem Jahr waren über 100 Teilnehmer und Vertreter aus Politik, Universitäten, Hochschulen, Lehr- und Versuchsanstalten, Beratungsdiensten und Baumschulen zum Festakt anlässlich des 50-jährigen Bestehens der ARGE gekommen, was die Bedeutung dieses Gremiums unterstreiche.

Bei dem knapp dreitägigen Treffen – zu dem jedes Jahr ein anderer Standort in eine andere Region einlädt – finden Sitzungen und mehrere Besichtigungen von Betrieben, Versuchseinrichtungen und der Versuche selbst statt.

Baumschulen müssen sich immer wieder anpassen

In diesem Jahr standen vom 9. bis 11. September Besichtigungen der Baumschule Reinhardt (Rheinbach), des Obstmuttergarten Rheinland ORG (Bonn), der Unternehmensgruppe Krings Obst und Gemüse (Rheinbach), des Kompetenzzentrums Gartenbau und Campus Klein-Altendorf (Rheinbach) der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn sowie die Festveranstaltung zum Jubiläum mit Betriebsbesichtigung in der Baumschule Ley (Meckenheim) auf dem Programm.

In der 50-jährigen Geschichte habe die ARGE Baumschulforschung stets Anregungen aus der Praxis aufgenommen sowie die Versuchsaktivitäten der Versuchsansteller vorgestellt und diskutiert. In dieser Zeit seien immer wieder die Produktionsverfahren angepasst und modernisiert worden. Damit die deutschen Baumschulen im europäischen Wettbewerb konkurrenzfähig bleiben, sind sie auf immer effizientere Produktionsverfahren angewiesen.

Um die immer höheren Umweltanforderungen erfüllen und den sich ändernden klimatischen Bedingungen begegnen zu können, müssten sich die Baumschulen immer wieder anpassen. Die richtigen Impulse dazu seien aus der ARGE Baumschulforschung gekommen.

Aktuelle Schwerpunkte der ARGE Baumschulforschung

Haage nannte als Beispiele Themen, die vor knapp 50 Jahren beraten wurden: Kühllagerung, Bewässerungstechnik, Transportrationalisierung, unterschiedliche Kulturtechniken, Pflanzenschutzmaßnahmen, Pflanzenernährung. Und bereits Mitte der 70er-Jahre wurden die Auswirkungen extremer Wetterverhältnisse auf die Baumschulkulturen thematisiert, so die Vorsitzende.

Einige der aktuellen Themen, mit denen sich die Baumschulforschung beschäftigt, sind die Verwendung von Torfersatzstoffen, Wasserrecycling, Klimabäume und immer wieder der Pflanzenschutz und die Pflanzenernährung, so Haage.