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Asiatischer Laubholzbockkäfer: Leitlinien-Update des JKI

Kürzlich aktualisierte das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen JKI (Julius Kühn-Institut) die Leitlinie zur Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB). Laut JKI beinhaltet diese Neuauflage aber keine Änderungen, die den Umgang und das Quarantäneverfahren mit den gefährlichen Quarantäneschädlingen betreffen.

Es gehe ausschließlich um ein Update der Befallsfälle, die seit 2007 – der letzten Version der Leitlinie – hinzugekommen sind und um die Berichtigung des Absatzes, der durch Neuerungen im Pflanzenschutzgesetz notwendig wurde.

Seit 2004 sind insgesamt vier Fälle an heimischen Baumarten im deutschen Freiland aufgetreten:

  • 2004 in Neukirchen/Inn bei Passau, Ausrottungsmaßnahmen dauern bis heute an;
  • 2005 Bornheim bei Bonn, intensive Rodungsmaßnahmen, unterliegt strenger Überwachung;
  • 2012 Bornheim bei Bonn, weitere befallene Bäume gefunden;
  • 2012 Weil am Rhein, Befall wahrscheinlich durch befallenes Verpackungsholz von importieren Granitsteinen;
  • 2012 Feldkirchen bei München, umfangreiche Bekämpfungsmaßnahmen, erstmals für Deutschland waren Waldflächen betroffen.

Da sich die bisherigen Funde nur auf lokal begrenzte Gebiete beschränken, geht das Forschungsinstitut davon aus, dass eine Ausrottung des ALB möglich ist. Ein erneutes Auftreten seit 2012 sei nicht bekannt.

Als Quarantäneschädling ist der ALB in jedem Fall anzeigepflichtig. Den zuständigen Pflanzenschutzdienst in Ihrem Bundesland finden Sie auf der Webseite des JKI. (nf)