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Auf die Palme gebracht: Ohne Übergangslösung zur Nachhaltigkeitsverordnung im neuen EEG, stehen Palmöl-BHKW-Betreiber vor großen Schwierigkeiten

Anfragen beunruhigter Betreiber von Pflanzenöl-Blockheizkraftwerken (BHKW) zum künftigen Einsatz von Palmöl gingen in den vergangenen Wochen, vor Inkrafttreten des neuen Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) zum 1. Januar 2009, beim Bundesumweltministerium (BMU) ein. Auslöser für die Beunruhigung ist die bislang fehlende Nachhaltigkeitsverordnung, die für den Gartenbau von besonderer Bedeutung ist. Diese Verordnung koppelt die Förderung von Strom aus Biomasse an die Einhaltung von Zertifizierungskriterien zur Nachhaltigkeit. Sie ist somit Grundlage zur Gewährung des Nawaro-Bonus (nachwachsende Rohstoffe-Bonus) beim Einsatz von Palmöl in Pflanzenöl-BHKW und spielt eine maßgebliche Rolle für die Wirtschaftlichkeit dieser Anlagen.

Genau hier stecken die Probleme der Gärtner, die in Palmöl-BHKW investiert haben. Denn durch die noch fehlende Nachhaltigkeitsverordnung beziehungsweise Zetifizierung hat der Betreiber keinen Anspruch auf den Nawaro-Bonus, da der Einsatz nicht nachhaltig erzeugten Palmöls nicht den Zielen des EEG entspreche, informiert das Bundesumweltministerium (BMU) auf seiner Internetseite www.erneuerbare-energien.de. Schon nach der derzeit noch geltenden Rechtslage (EEG 2004) sei die Herkunft beim Einsatz in EEG-Anlagen in der Regel nicht mehr nachweisbar. Damit sei auch das Vorliegen der Voraussetzungen für den Anspruch auf den Nawaro-Bonus für den Anlagenbetreiber praktisch nicht zu erbringen.