Auftakt zu „Thüringen pflanzt“

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Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow bei der Pflanzaktion. Foto: Staatskanzlei Thüringen

In dieser Woche fiel im Wald von Osthausen der Startschuss zu „Thüringen pflanzt“. Mit daran teilgenommen haben Kabinett-Mitglieder um Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und weitere Helfer, die rund 700 Bäume pflanzten.

Über 700 Bäume wurden gepflanzt

Am Dienstag machten sich Mitglieder des Thüringer Kabinetts von Ministerpräsident Bodo Ramelow auf in den Wald des Mittelthüringischen Osthausen, um zum Auftakt von „Thüringen pflanzt“ tatkräftig mit anzupacken. Insgesamt haben die Teilnehmer sowie weitere Helfer an diesem Tag über 700 Bäume gepflanzt. Die Aktion sei Teil des „Aktionsplans Wald 2030 ff“, den das Kabinett in Folge des schlechten Waldzustandes nach Dürre- und Borkenkäferschäden aufgestellt hat.

„Passende Bäume zur richtigen Zeit“

„Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. ‚Thüringen pflanzt‘ ist eine solche Aktion, bei der wir die passenden Bäume zur richtigen Zeiten in den Boden bringen. Und wir hoffen, dass viele Menschen unserem Beispiel folgen und sich an den Maßnahmen von ThüringenForst beteiligen“, ließ Thüringens Ministerpräsident Ramelow am Rande der Veranstaltung verlauten. „Für die notwendigen Rahmenbedingen zur Rettung der Wälder haben wir mit unserem Aktionsplan 2030 ff gesorgt. Wir brauchen in den kommenden zehn Jahren rund 500 Millionen Euro und 200 Millionen Bäume, damit wir den Wald retten können“, so Ramelow weiter.

"Waldzustand im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert"

Neben der tatkräftigen Unterstützung beim Bäume pflanzen, stellte Thüringens Forstministerin Birgit Keller bei der Pflanzaktion Fakten aus dem Waldzustandsbericht vor. „Die Erkenntnisse aus dem Bericht verdeutlichen: Es ist Eile geboten, denn der Waldzustand hat sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich verschlechtert. Das Klima sorgt bei vielen Pflanzen für einen enormen Stress. Die Waldzustandserhebung zeigt ein dramatisches Ergebnis: nur noch 15% der Waldbäume konnten in diesem Jahr als gesund eingestuft werden. Das ist der geringste Anteil gesunder Bäume seit Beginn der Waldzustandserhebung 1991.“, sagte die Ministerin. „Leichte Vitalitätsverluste waren bei rund 32% aller Bäume feststellbar und 53% der Waldbäume sind in ihrer Vitalität stark beeinträchtigt. Daher ist es richtig, dass wir alle Kräfte für den Waldumbau einsetzen. Von der enormen Solidarität in der gesamten Gesellschaft, bin ich sehr beeindruckt.“

Weitere Pflanzaktionen geplant

Die Pflanzaktion mit den Kabinettsmitgliedern sei laut Mitteilung des Ministeriums nur der Auftakt für eine Reihe von Veranstaltungen gewesen. Sowie Thüringer Forstämter als auch weitere Waldbesitzer bieten Pflanzaktionen mit Bürgerbeteiligung an. Die Termine in den Forstämtern werden zeitnah auf der Internetseite von ThüringenForst veröffentlicht.

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