Aus Dänemark: Häcksler und Fräsen für Profis

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Nur wenige Fahrminuten vom ersten dänischen Unesco-Weltkulturerbe, den Runensteinen von Jelling, entfernt finden sich in Tørring gleich zwei Hersteller von Maschinen für die Landschaftspflege. TP Linddana stellt Holzhäcksler her, FSI power-tech hat sich auf Stubbenfräsen spezialisiert.

TP Linddana fährt leistungsstarkes Ensemble auf

Mit gleich 21 verschiedenen Modellen fährt TP Linddana ein leistungsstarkes Ensemble auf. Darunter befindet sich auch der TP 175 Mobile V, der als leistungsstärkster Motorhäcksler des Unternehmens unter 750 Kilogramm gilt. Er ist einer der ersten Holzhacker auf dem Markt, der die zukünftig geltende Abgasstufe Stage V erfüllt. Der Vorteil des niedrigen Gewichts: Für Transportfahrten reicht ein normaler Führerschein der Klasse B, ein Anhängerführerschein ist nicht nötig. Der hier verbaute, wassergekühlte Drei-Zylinder-Dieselmotor von Kubota hat eine Nennleistung von 26 PS. Die niedrige PS-Zahl soll jedoch nicht täuschen: Erhöhtes Drehmoment und effiziente Transmission auf die Hackscheibe sorgen für eine gleichbleibend hohe Leistung wie bei PS-stärkeren Vorgängermodellen – bei 20 Prozent weniger Kraftstoffverbrauch. Verarbeiten kann er Material mit bis zu 175 Millimetern Durchmesser.

TP Linddana produziert seit 1980 Häcksler. Die etwa 40 Mitarbeiter im Betrieb entwerfen, entwickeln und produzieren ihre Häcksler dabei „aus einer Hand“, was das Unternehmen unabhängig von Zulieferern macht. Ungefähr 85 Prozent der hergestellten Maschinen gehen dabei in den Export, die größten Abnehmer sind Dänemarks Nachbarn Deutschland, Schweden und Norwegen. Großen Wert legt TP Linddana auf ein offenes Design. Alle Teile der Häcksler sollen leicht zu erreichen sein, nichts wird zugebaut. Verstopfungen der Häcksler sollen außerdem durch die eckigen Auswurfrohre verhindert werden.

Ein weiteres Beispiel für einen von einem Pkw ziehbaren Häcksler von TP Linddana ist der TP 215 Mobile. Sein Eigengewicht erreicht, je nach Ausstattung, bis zu 1.800 Kilogramm. Deshalb wird für dessen Transport ein Anhängerführerschein benötigt. Allerdings lassen sich mit dem TP 215 Mobile auch größere Holzdurchmesser häckseln: Bis zu 216 Millimeter Stammdurchmesser sind möglich, welche in Hackschnitzel von vier bis 14 Millimetern verarbeitet werden. Die waagerechten Einzugswalzen werden von einem 49-PS-Dieselmotor betrieben. Pro Stunde sollen so bis zu 20 Kubikmeter verarbeiten lassen – bei einem Kraftstoffverbrauch von vier Litern.

Fräsen-Komplettprogramm von FSI power-tech

In direkter Nachbarschaft zu TP Linddana findet sich ein weiterer Hersteller hochwertiger Dienstleistungsmaschinen: FSI power-tech stellt Stubbenfräsen her. Der Besitz einer Stubbenfräse generell ist für Unternehmen, die Baumfällungen anbieten, fast schon Pflicht: Dadurch hat man beim Auftraggeber klare Vorteile.
Das kleine dänische Unternehmen gilt als einer der Marktführer in Europa in seinem Bereich. FSI power-tech führt ein Komplettprogramm – von handgeführten Fräsen, über selbstfahrende, bis hin zu Anbaufräsen für Traktor oder Bagger. Für ein Unternehmen mit gerade einmal 18 Angestellten ist dieses Programm eine Leistung. Die Montage und Schweißarbeiten finden in der eigenen Werkhalle statt, die Teilezulieferung erfolgt aus dem nahen Umfeld. FSI power-tech exportiert seine Stubbenfräsen in 28 Länder – hauptsächlich nach Deutschland und Frankreich.

Hoher Wert wird auf schlanke Maschinen mit großer Wendigkeit gelegt. So kommt etwa die FSI B38 mit ihren gerade einmal 79 Zentimetern Breite durch beinahe jedes Gartentor. Sie hat eine Schwenkbreite des Fräsarms von 170 Zentimetern und erlaubt Arbeiten in bis zu 44 Zentimetern Tiefe. Betrieben wird das Ganze von einem 38-PS-Motor von Kohler. Zur serienmäßigen Ausstattung gehören unter anderem automatische Radbremsen, eine schwenkbare Bedienkonsole und eine integrierte Werkzeugkiste. Auch sicherheitsrelevante Technik, wie eine elektro-hydraulische Kupplung mit integrierter Bremse für ein schnelles Bremsen des Fräskopfes, findet sich in der FSI B38. Zusätzlich kann sie, je nach Wunsch, mit Allrad-Antrieb oder Kettenfahrwerk sowie einer Funkfernbedienung ausgestattet werden. Funkfernbedienungen bietet FSI für viele seiner Maschinen an. Sie erlauben dem Anwender eine bessere Kontrolle über die Maschinen.

Auch wer etwas mehr Spielraum braucht, wird bei FSI fündig. Ein Beispiel wäre die FSI H52, eine hydraulisch betriebene Fräse für den Anbau an Bagger oder Minilader. Der Kraftbedarf liegt bei der FSI H52 bei 40 bis 65 PS. Das 220 Kilogramm schwere Anbaugerät lässt auch die größten Baumstümpfe schnell verschwinden. So soll ein Stumpf mit einem Durchmesser von 400 Millimetern in gut sieben Minuten beseitigt sein, 45 Minuten soll die FSI H52 für einen Stumpf mit 1.050 Millimetern Durchmesser brauchen.

Dänische Maschinenhersteller mit Vertriebspartner im Sauerland

Der Vertriebspartner der beiden dänischen Maschinenhersteller ist das sauerländische Unternehmen Vogt. Vogt ist kein reiner Importeur – das Unternehmen gibt auch die Anfragen und Impulse seiner Kunden an die Hersteller zurück. So können diese zusammen mit den Herstellern in serienmäßige Produkte mit aufgenommen werden. Mit mehreren Standorten in Deutschland und über 100 regionalen Service- und Vertriebspartnern hat Vogt ein breites Netzwerk für seine Partner und Kunden aufgebaut. Ein großes Zentrallager soll eine unkomplizierte Ersatzteilversorgung ermöglichen, der Service nach Verkauf wird vom eigenen Fuhrpark gewährleistet.

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