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Aus für GlasMetall zum Jahresende?

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Zu Beginn des Jahres hatte die GlasMetall GmbH beim zuständigen Amtsgericht Bielefeld einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Seitdem hoffte man auf eine Sanierung des Unternehmens. Wie das Westfalen-Blatt jetzt berichtet, stehe der Betrieb nun doch vor dem Aus.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge steht die GlasMetall GmbH vor dem endgültigen Aus. Foto: Screenshot (28.10.2020)

40 Beschäftigte von GlasMetall erhalten Kündigung

Dem Westfalen-Blatt liegen Informationen vor, die auf eine endgültige Schließung des Spezialisten für den Bau von Gartencentern hindeutet. Die rund 40 Beschäftigte des Unternehmens wurden demnach bei einer Betriebsversammlung am Montag darüber informiert, dass sie zum Jahresende ihre Kündigungen erhalten werden. Dabei hatte man zunächst gehofft, den Betrieb durch eine Insolvenz in Eigenverwaltung zu sanieren oder einen Investor zu finden. Eine geringe Chance auf eine Weiterführung des Betriebes gäbe es allerdings noch, da man sich weiterhin in Gesprächen mit potentiellen Investoren befinde.

Ausbleibende Aufträge auch durch Corona

Aufgrund der aktuellen Auftragslage sei eine Weiterführung des Betriebs allerdings nur noch bis Jahresende möglich, beruft sich die Zeitung auf den zuständigen Anwalt. Laut Insolvenzverwalter trage zudem die aktuelle Situation mit der Ausbreitung des Corona-Virus‘ und der damit verbundenen Zurückhaltung der Kunden vor Investitionen dazu bei, dass die Aufträge zurzeit ausbleiben. Hinzu komme noch, dass bewährte Arbeitskräfte der Firma bereits zu Konkurrenten abgewandert seien, aus Angst vor der Arbeitslosigkeit.

Ursprüngliche Expansionspläne mussten gestoppt werden

Vor wenigen Jahren erst hatte GlasMetall den insolventen Mitbewerber „Siedenburger Gewächshausbau“ übernommen, um auf dem Markt für Spezialbauten für Bau- und Gartenmärkte in Stahl-Glas-Bauweise führend zu werden (TASPO Online berichtete). Auch wollte man noch vor kurzer Zeit in den Bau neuer Produktionshallen und einem Verwaltungsgebäude am Unternehmenssitz in Rahden investieren. Ein Grundstück im Gewerbegebiet wurde bereits gekauft, doch dann stoppte die Zahlungsunfähigkeit sämtliche Pläne. Sowohl Grundstück, als auch unfertige Produktionshallen wurden wieder veräußert. Ein neuer Geschäftsbereich sollte zudem aufgebaut werden, denn man sah im Bau von Ladestationen für Elektroautos enormes Potential.

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