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Geflüchtete in der Staudengärtnerei

Welche Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten gibt es im Gartenbau und in der Landwirtschaft? Das konnten 30 Geflüchtete auf einer „Höfetour“ im Oldenburger Land erfahren. Station war unter anderem die Staudengärtnerei Schachtschneider.

Jens Schachtschneider (r.) zeigt den Geflüchteten seine Staudengärtnerei. Foto: LWK Niedersachsen/Walter Hollweg

Schachtschneider beschäftigt bereits vier Geflüchtete in seiner Staudengärtnerei

Betriebsinhaber Jens Schachtschneider beschäftigt in seiner Gärtnerei bereits seit einem Jahr vier Geflüchtete als angelernte Saisonkräfte. Besonderen Wert legt der Gärtnermeister – unabhängig von der Nationalität – auf die Verlässlichkeit seiner Mitarbeiter. „Wenn die bei den Geflüchteten gegeben ist und der Wille, die Sprache zu erlernen, dann klappt es auch mit der Integration“, so Schachtschneider.

Offen für Geflüchtete ist angesichts des Fachkräftemangels in der grünen Branche auch der Landwirt Gerold Stuhr. Denn: „Die fachlichen Dinge und auch die Sprache kann man lernen“, ist Stuhr überzeugt, der den rund 30 aus dem Sudan, Iran, Irak, Syrien und Afghanistan stammenden Geflüchteten seinen Betrieb zeigte.

Win-win-Situation für Geflüchtete und (Gartenbau-)Betriebe

Sollte daraus ein Beschäftigungsverhältnis entstehen, liegt im besten Fall eine Win-win-Situation für alle Beteiligten vor, wie Kreislandwirt Jürgen Seeger bei der „Höfetour“ betonte. „Die einen werden in die Lage versetzt, eine eigene Existenz aufzubauen, die anderen bekommen gute Arbeitskräfte auf einem nahezu leergefegten Arbeitsmarkt.“

Organisiert haben die ganztägige Veranstaltung Lydia Vaske, Willkommenslotsin der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, und Ute Frankenfeld, Integrationsbeauftragte des Landkreises Oldenburg.