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Ausbildung: Integrationsgesetz beschlossen

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Heute hat die Bundesregierung bei einer Kabinettssitzung auf Schloss Merseburg das Integrationsgesetz beschlossen. Ein wichtiger Punkt: geduldete Zuwanderer dürfen nun die ganze Ausbildung über in Deutschland bleiben. Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) bewertet die einzelnen Maßnahmen des Konzepts überwiegend positiv.

Wer als Geduldeter eine Ausbildung beginnt, soll künftig für die gesamte Dauer der Ausbildung in Deutschland bleiben dürfen. Foto: Fotolia smuki

ZVG: Wichtiger Schritt zu erfolgreicher Integration am Arbeitsmarkt

„Der erleichterte Zugang zu Leistungen der Ausbildungsförderung ist ein wichtiger Schritt zu einer erfolgreichen Integration in den Arbeitsmarkt. Mit dem Abschluss eines Ausbildungsvertrages sollten allerdings alle Förderinstrumente für Asylbewerber und Geduldete ohne Arbeitsverbot zur Verfügung stehen“, so der Vorsitzende des ZVG-Ausschusses Bildungspolitik und Berufsbildung Ralf Kretschmer.

Kritikpunkt des ZVG: Erst nach 15 Monaten stehen den Betrieben Berufsausbildungsbeihilfe und Ausbildungsgeld zur Verfügung. Außerdem müssten die Förderinstrumente besser verzahnt und aufeinander abgestimmt werden.

Ganzheitliches Ausbildungskonzept: „Gärtner 1+3“

Der Zentralverband hat mit „Gärtner 1+3“ bereits ein Konzept für eine ganzheitliche Ausbildung vorgelegt. Dem Vorschlag nach sollen Betrieb, Berufsschule und Bildungsträger generell Jugendliche mit Förderungsbedarf von Beginn an unterstützen und in einem Vorbereitungsjahr zu einer erfolgreichen Ausbildung hinführen. Allerdings sei das Konzept nur dann sinnvoll angewendet, wenn die Zusammenarbeit auch nach dem Vorbereitungsjahr fortdauert und bis zum Ende der Ausbildung dauert.

„Betriebe und Auszubildende benötigen vor allem Rechtssicherheit. Ich freue mich, dass diese durch die so genannte ‚3+2-Regel’ endlich gegeben ist“, so Kretschmer. Wer als Geduldeter eine Ausbildung beginnt, soll künftig für die gesamte Dauer der Ausbildung in Deutschland bleiben dürfen. Bei erfolgreicher Arbeitsplatzsuche innerhalb von sechs Monaten erhält dieser ein Aufenthaltsrecht in Deutschland für zwei weitere Jahre.