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Ausbildung zum Kaufmann im E-Commerce gestartet

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Mit dem neuen Beruf des/der Kaufmanns/Kauffrau im E-Commerce hat eine neue Ära im Einzelhandel begonnen – die Baumschule Helmers ist als erster Ausbildungsbetrieb mit dabei, sich guten Nachwuchs im Online-Handel zu sichern.

Am 1. August ist bundesweit der Startschuss für den neuen Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im E-Commerce gefallen. Foto: Pixabay

Startschuss für Kaufmann/-frau im E-Commerce am 1. August

Am 1. August fiel der Startschuss für den neu geschaffenen Beruf Kaufmann/-frau im E-Commerce – bundesweit und auch in der Baumschule Helmers. Auf den letzten Drücker klappte es: Der Ausbildungsvertrag mit einer Abiturientin aus der Umgebung wurde wenige Tage vor dem 1. August unterzeichnet. Unternehmen haben keine Mühe, Lehrstellen zu besetzen.

„Meiner Azubi wurde dieser Beruf als zukunftsträchtig empfohlen“, erklärt Ausbilder Karl Oltmanns bei Helmers. Der Bedarf ist hoch: Fachleute für den Online-Handel sind rar gesät. Die Baumschule hatte zehn Bewerbungen. Die Voraussetzung, einen Online-Shop zu betreiben, bringt sie mit.

Administration und Sortimentspflege des Online-Shops

Für Helmers kommt der neue Beruf genau zur rechten Zeit. „Wir fangen jetzt an, die Ausbildung aufzubauen“, berichtet Oltmanns, der als Gärtner, Groß- und Außenhandelskaufmann mit langjähriger Erfahrung und Ausbilderschein die Eignung dafür hat. Im Kern geht es um Administration und Sortimentspflege von Helmers B2B-Online-Shop, Erstellen von Produktfotos und Erlernen des Bestellprozesses im Internet.

Auch Retouren-Abwicklung, Umgang mit Kunden oder Fachenglisch in der Berufsschule stehen auf dem Ausbildungsplan. Zudem müsse die Azubi ein Auge für die Pflanzenqualität bekommen, wenn sie über die Felder fahre und frische Ware für den Shop auswähle: Was ist jetzt aktuell? Was ist heute der Topartikel?

Hinzu komme die Technik, die Software, die bedient werden müsse. Die E-Commerce-Kauffrau begleite den gesamten Prozess von der Foto- und Newsletter-Erstellung über Kalkulation und Zustellung bis zur Abrechnung der Ware.

Fachkräfte im Online-Handel bisher Mangelware

„Kenntnisse in der Software, rechtliche Aspekte, Warenpflege, Fotografie – das brauchen wir Tag für Tag, wenn wir einen Shop betreiben wollen, bisher gab es diese Fachkräfte nicht“, resümiert Oltmanns. „Ob Werbe-Newsletter, Bildrechte – beides Bereiche, wo wir uns bisher mühsam durchgehangelt haben.“

Pflege des B2B-Shops, Fotografie und Stammdatenpflege, Auftragsbearbeitung – alles Elemente, die bislang von verschiedenen Mitarbeitern und von Oltmanns selbst betreut wurden und an die nun die Auszubildende zur Kauffrau im E-Commerce andockt, um darin unterstützend tätig zu werden.