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Ausbildungskampagne im Norden gestartet

Seine Nachwuchswerbekampagne hat der Erwerbsgartenbau im Norden im Rahmen des 7. Norddeutschen Gartenbautages in Hamburg gestartet. Neben der neuen Nachwuchswerbekampagne „Gärtner. Der Zukunft gewachsen.“ im Mittelpunkt standen im Kompetenz- und Beratungszentrum für Gartenbau und Landwirtschaft der Landwirtschaftskammer Hamburg außerdem die Herausforderungen, denen der Gartenbau aktuell ausgesetzt ist. 

Andreas Lohff (r.) ehrte die berufsständischen Verdienste von Helmut Barthels (Hamburg) mit der Silbernen Ehrennadel des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG). Foto: GVN

Ralf Kretschmer, Vorsitzender im Ausschuss „Bildungspolitik und Berufsbildung“ des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), präsentierte die neue Nachwuchswerbekampagne und erläuterte ihre Entstehung. Die Kommunikation sei strikt auf die Wahrnehmung der Zielgruppen abgestellt worden. Neben den üblichen Werbeträgern werde vor allem im Bereich Soziale Medien investiert.

Kretschmer wandte sich an die Berufskollegen: „Wir haben die Vorarbeiten zur Kampagne geleistet, nun sind Sie dran. Zukunft kann es nur mit Ausbildung geben. Engagieren Sie sich für den Berufsnachwuchs!“

Andreas Lohff, Präsident des Gartenbauverbandes Nord und Vizepräsident des ZVG, referierte unter dem Titel „Aktuelle Herausforderungen für den Gartenbau“ zu den Problemkreisen Wetter und Konjunktur, Mindestlohn, Nachfrageverhalten und Marktentwicklung, einschränkende rechtliche Rahmenbedingungen sowie bedrohlicher Flächenfraß durch überzogene und veraltete Ausgleichsregelungen.

Lohff: „In der Realität gibt es keine Entlastungen, sondern immer neue Belastungen der Unternehmen durch Auflagen, Nachweispflichten und verschärfte Regelungen. Die Steuerverwaltung darf sich nicht nur an den großen Konzernen und Kapitalgesellschaften orientieren. Bürokratieabbau muss auch die Unternehmen entlasten und darf ihnen nicht ständig neue Nachweispflichten aufbürden. Steuerliche Rahmenbedingungen für Investitionen müssen verlässlich sein und Planungssicherheit für die Betriebe geben.

Der Gartenbau braucht eine Verbesserung der Ansparrücklage durch geringe Bürokratieanforderungen und Schaffung der Möglichkeit von Sonderabschreibungen für feste und bewegliche Wirtschaftsgüter zur Förderung der Investitionsbereitschaft.

Der Gartenbau fordert die Schaffung einer zeitlich unbefristeten, steuerlich wirksamen Risikorücklage zum Ausgleich der Produktionsrisiken durch extreme Witterung und biologische Schaderreger.“ (ts/gvn)