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Ausbildungsprämie wird verdoppelt

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Das Bundeskabinett hat einer Verlängerung sowie einer Weiterentwicklung des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“ beschlossen. Die Auswirkungen der Corona-Krise sollen demnach nicht die Ausbildung junger Fachkräfte gefährden, weshalb unter anderem die Verdopplung von Ausbildungs- und Übernahmeprämien gebilligt wurden.

Die Ausbildungsprämie fürs kommende Ausbildungsjahr wird verdoppelt. Foto: Nattanan Kanchanaprat/ Pixabay

Zentrale Punkte des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist seit Beginn der Corona-Krise angespannt, besonders betroffen ist dabei auch der Ausbildungsmarkt. Bundesweit ist ein Rückgang der neu geschlossenen Ausbildungsverträge zu verzeichnen. Um es Betrieben attraktiver zu gestalten, auch während der Krise jungen Menschen weiterhin eine gute Ausbildung zu ermöglichen, hat das Bundeskabinett die Verlängerung und auch eine Verbesserung des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“ beschlossen. Zentrale Punkte des Programms seien die Verdopplung von Ausbildungs- und Übernahmeprämien für Unternehmen, die auch während der Corona-Krise ausbilden. Im neuen Ausbildungsjahr werden diese Ausbildungsprämien somit von 2.000 und 3.000 Euro auf 4.000 und 6.000 Euro verdoppelt. Damit will man zusätzliche Anreize für Ausbildungsbetriebe schaffen. Die Übernahmeprämie wird bis Ende 2021 verlängert und auf 6.000 Euro verdoppelt. Die Zuschüsse zur Vermeidung von Kurzarbeit und die Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung wurden ebenfalls angepasst und verbessert. Des Weiteren soll ein Sonderzuschuss Kleinstunternehmen unterstützen. Kosten für externe Vorbereitungskurse werden anteilig übernommen und die Förderung einer Auftrags- oder Verbundausbildung soll attraktiver werden. Für das Bundesprogramm stehen im Jahr 2021 insgesamt 500 Millionen Euro zur Verfügung, weitere 200 Millionen Euro sind für 2022 vorgesehen.

„Gute Ausbildung ist wesentlich für ein gutes Leben“

„Die Berufsausbildung von jungen Menschen muss auch in dieser Krise so gut wie möglich unterstützt werden. […] Mit diesem zweiten Maßnahmenpaket schaffen wir die Grundlage, dass junge Frauen und Männer einen Ausbildungsplatz finden und auch weitere Unterstützung bekommen, um auch in diesen schwierigen Zeiten gut den Beruf starten zu können. Das hilft auch den Unternehmen und der gesamten Wirtschaft, weil die in den nächsten Jahren noch mehr Fachkräfte brauchen wird als heute“, erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. „Eine gute Ausbildung ist wesentlich für ein gutes Leben. Das müssen wir jungen Menschen auch in Krisenzeiten ermöglichen. Deshalb müssen wir dringend die Ausbildungsbereitschaft in den Betrieben stärken. Ich freue mich, dass das BMAS mit der Weiterentwicklung des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“ dazu einen entscheidenden Beitrag leisten kann. Dass die Prämien doppelt so hoch sein werden, wird hoffentlich mehr Unternehmen motivieren, junge Menschen auszubilden. Dass künftig auch größere Unternehmen gefördert werden können, soll für noch mehr Ausbildungsplätze sorgen. Die Azubis von heute sind die Fachkräfte von morgen“, fügt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hinzu. Weitere wissenswerte Fakten zum Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ für KMU finden Sie unter diesem Link.

„So begegnen wir dem Fachkräftemangel“

„Die Covid-19-Pandemie hat schon heute so viele negative Auswirkungen auf unsere Wirtschaft wie auf unser ganzes Leben. Da kann ich es nur begrüßen, wenn das Bundesarbeitsministerium an die Zukunft der jungen Menschen denkt. Das ist gut angelegtes Geld mit hoher Rendite, denn so begegnen wir auch dem in unseren Branchen herrschenden Facharbeitermangel. Irgendwann ist die Pandemie hoffentlich vorbei, dann sind wir froh, dass wir in Sachen Ausbildung vorgesorgt haben“, begrüßt Nicole Simons, die als Mitglied des Bundesvorstandes der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) für den Bereich Junge BAU zuständig ist, den Beschluss des Kabinetts.

ZVG begrüßt Kabinettsbeschluss

Auch auf Seiten des Zentralverbands Gartenbau (ZVG) wurde der Kabinettsbeschluss ausdrücklich begrüßt. Man sehe ein klares Signal zur Absicherung des Fachkräftebedarfs in Zeiten der Corona-Pandemie. „Der Fachkräftebedarf im Gartenbau hält an“, wird Jakob Hokema, Vorsitzender des ZVG-Ausschusses für Bildungspolitik und Berufsbildung in einer Verbandsmeldung zitiert. Die Unterstützung der Betriebe im Ausbildungsjahr 2021/22 und die Anpassungen im Bundesprogramm seien ein wichtiger Hilfsbaustein. Allerdings komme es nun es auf die genaue Ausformulierung der Antragsbedingungen an. Unter anderem waren die vorgegebenen Schwellenwerte und Bezugsräume nicht an die Spezifika der Gartenbaubetriebe angepasst.

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