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Ausblick auf die Bundesgartenschau 2007 in Gera-Ronneburg: Schauflächen zeigen, nicht verstecken

Was hat die Buga Gera-Ronneburg, was die Buga München nicht hatte? Der Geschäftsführer der Bundesgartenschau Gera-Ronneburg, Dr. Ernst-Hermann Kubitz, überlegt einen Moment und sagt zurückhaltend: "Wir werden zum Beispiel nicht diese handwerklichen Fehler machen, wie sie in München auftraten. Also, wir werden Schauflächen nicht so verstecken, dass kaum jemand hinfindet, wir werden Wege zu Wechselbepflanzungen begehbar gestalten und nicht mit bis zu faustgroßen Schottersteinen belegen, und bei uns wird man auf dem Weg zu den Mustergräbern nicht den Rasen zerstören müssen." Die dienende Wegeführung, so Kubitz im Gespräch mit der TASPO, sei schon ein gutes Stück, um aus einer Buga das zu machen, was sie eigentlich sein soll: Ein Besuchermagnet und eine Freude für die Besucher. Ein Zurück zur oft ungerechterweise vielgescholtenen Blümchenschau werde es in Gera-Ronneburg nicht geben, das Verhältnis von Blumen zu Gartenkunst müsse aber schon stimmen. Gera-Ronneburg werde im Vergleich zu München einen Perspektivenwechsel darstellen, im traditionellen Sinne, nicht künstlerisch überhöht, aber unter anderen Aspekten. "Wir bauen hier nicht, wie in München, auf einen fertigen Standort, wie dem Park am ehemaligen Flughafen Riem", sagt Kubitz, sondern auf einer zu großen Teilen vom Uran-Bergbau geschundenen und verwüsteten Landschaft. Das Gartenschaukonzept Gera-Ronneburg lehne sich nicht an München an, sondern an die Iga Rostock. Die sehe er unter gärtnerischem Blickwinkel als vorbildlich. Was die beiden etwa acht Kilometer getrennt auseinanderliegenden Austellungsbereiche Gera und Neue Landschaft Ronneburg betreffe, hier übernehme ein für die Besucher kostenloser Shuttlebus das Problem. Zusätzlich locke ein "grünes Band" durch das Gessental, welches per Fahrrad oder Pferdekutsche erlebt werden könne.